Ab jetzt geht es aufwärts Nach Grundsteinlegung beginnt der Hochbau am Alten Bootshafen in Kiel

Dr. Thomas Leib (v.li.), Success Hotel Group , Vinzenz Stamm, Art Invest, Wim Ten Brinke, Ten Brinke Projektentwicklung , und Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer gruben die Mulde für die Grundstein-Kapsel. Foto: Jan Köster

Kiel. Mit der Versenkung einer „Zeitkapsel“ im Fundament gaben Verantwortliche der am Bau beteiligten Firmen gemeinsam mit Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer das offizielle Startsignal für den Bau auf dem ehemaligen C&A-Gelände am Kieler Bootshafen. Auf dem Areal, das zwischen Andreas-Gayk-Straße, Kaistraße, Holstenbrücke und Hafenstraße liegt, sollen bis etwa Mitte 2021 zwei Hotels und 114 Wohnungen entstehen.

Wim Ten Brinke, Geschäftsführer des verantwortlichen Projektentwicklers Ten Brinke aus Bocholt, zeigte sich am Rande der Grundsteinlegung erleichtert darüber, dass die Gründungsarbeiten für das Projekt endlich abgeschlossen werden konnten. Unter anderem hatten Fundamentreste und die Untersuchung des Baugeländes auf Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg viel Zeit gekostet. Gemeinsam mit Dr. Ulf Kämpfer, Dr. Thomas Leib von der Stuttgarter Succes Hotel Group und Vinzenz Stamm von Art Invest aus Köln füllte Wim Ten Brinke die Röhre, die im Fundament versenkt wurde, unter anderem mit etwas Kleingeld und einer Ausgabe der Kieler Nachrichten vom 16. Oktober 2019. Anschließend vergruben die vier Herren gemeinsam die Röhre in einer Vertiefung, die später unter dem Fundament des neuen Gebäudekomplexes verschwinden wird. An der Ecke Andreas-Gayk-Straße/Holstenbrücke und an der Hafenstraße entstehen die Wohngebäude. Sie werden Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen bieten, deren Durchschnittsgröße bei rund 75 Quadratmeter liegt. An der Holstenbrücke entsteht ein Ibis-Style-Hotel, im Innenhof des neuen Quartiers entsteht außerdem ein Aparthotel Adagio Access. Insgesamt liegt die Investition für das Vorhaben bei 70 Millionen Euro. Vinzenz Stamm von der Kölner Immobilieninvestment-Gesellschaft zeigte sich überzeugt davon, dass das neue Hotel-Angebot im Mittelklasse-Sektor auch für Familien interessant sein wird, zum Beispiel für Touristen, die mit dem Schiff nach Kiel kommen.

Wim Ten Brinke machte deutlich, dass die umfangreiche Umgestaltung der Kieler Mitte mit dem Kleinen Kiel-Kanal ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung seines Unternehmens war, an dieser Stelle zu investieren. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer dürfte das gern gehört haben: Er wies noch einmal darauf hin, dass die Stadt Kiel inzwischen mit einem Eigenanteil am Kleinen Kiel-Kanal in Höhe von rund sechs Millionen Euro Investitionen von rund 500 Millionen im Umfeld angeschoben habe. Der Bau des Wohn- und Hotelkomplexes am Alten Bootshafen gehört zu den größten Einzelinvestitionen. kst