„Matrosenliebe“ auf Postkarten

In der Universitätsbibliothek werden Postkarten und Fotos mit maritimen Motiven der Jahre 1910 bis 1930 gezeigt. Foto: Vladimir Sitnikov

Universitätsbibliothek gibt Einblicke in die Kulturgeschichte der deutschen Marine

Kiel. Das Jahr 2018 stand unter dem Eindruck der Großausstellungen zur Novemberrevolution von 1918. Auf den Schiffen, auf denen gerade die Vorgänge in Gang gesetzt wurden, gab es aber mehr als Befehlsausführung, Manövervorgänge oder Matrosenaufstand. Das zeigt die von Dr. Birte Gaethke konzipierte Ausstellung „Matrosenliebe“ in der Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), Leibnizstraße 9, die am heutigen Mittwoch, 16. Januar um 19 Uhr eröffnet wird. Bis zum 7. April werden hier über 170 alte Postkarten, Fotos sowie weitere Objekte und Literatur präsentiert. Sie gewähren Einblicke in die Kulturgeschichte der deutschen Marine auf kaiserlichen und anderen Schiffen der 1910er- bis 1930er-Jahre, Einblicke in Liebe, Leid und Alltag der Matrosen. Seeleute sind oft über Monate unterwegs und kommen nur selten an Land. Sie lernen ferne Häfen kennen, aber auch die schwere Arbeit an Bord und das Leben auf engstem Raum. Bordleben bedeutet eine Extremsituation, es scheint so anders zu sein als das der an Land Gebliebenen. Anhand etlicher Facetten, vermittelt vor allem auf alten Postkarten, erfahren Besucher einiges über das Matrosendasein.