Geschützter Parkraum für Fahrräder

Mindestens 200 Fahrräder passen problemlos in die umzäunten Velo-Stationen. Im Bild die Station im Hiroshimapark. Foto: kst

Velostationen kommen bei den KiWo-Besuchern gut an

Kiel. Zu den wirklich guten Ideen zur Kieler Woche zählen sicher die bewachten „Velostationen“, die das Kieler Fahrradfachgeschäft „Velo Style“ initiiert hat und für die Stadt Kiel betreibt: Umzäunte und von kleinen Teams betreute Areale, in denen Kieler-Woche-Besucher ihre Räder geschützt vor Vandalismus und Diebstahl anschließen können. Der Service ist kostenlos: Wer sein Rad dort abgibt, kauft zunächst als Pfand eines der Charity-Gummiarmbänder für die Aktion „Kids in die Clubs“. Die Armbänder sind nummeriert, die Nummer des Armbandes wird auf das Rad geklebt. „Und wir empfehlen den Leuten auch immer, ihr Rad zusätzlich anzuschließen“, sagt Greta Rave aus dem Team der Velostation-Betreuer. Wer sein Rad wieder abholt, kann das Armband zurückgeben und sein Geld wiederbekommen. Doch die meisten Nutzer behalten ihr Armband und spenden damit den Kaufpreis für die Aktion, dank derer auch Kinder aus Familien mit wenig Geld in Vereinen Sport treiben können. Zu bekommen sind die „Kids-in-die-Clubs-Armbänder“ in zwei Farben für 1 Euro oder 10 Euro. Verkauft werden sie von Teams überall auf der Kieler Woche. Wer möchte, kann dort auch einfach in eine Sammelbüchse spenden. Auch an den Eingängen der Velostationen stehen Sammelbüchsen. Wer sein Armband behält, kann es auch an anderen Velostationen erneut verwenden, ohne noch einmal bezahlen zu müssen.

Im vergangenen Jahr gab es erstmals drei Velostationen auf der Kieler Woche: im Hiroshimapark, unter dem Ost-Ende der Gablenzbrücke und beim Finanzministerium. Der Service kam bestens an: „Wir haben im letzten Jahr ungefähr 10.000 Räder betreut“, sagt Alexander Sonders, Mitinhaber von „Velo Style“. In diesem Jahr gibt es deshalb bei der Seeburg am Anfang der Kiellinie sowie an der Krusenkoppel noch zwei weitere Velo-Stationen. „An der Krusenkoppel freuen sich auch viele, dass sie ihre Lastenfahrräder und Kinderanhänger dort parken können“, sagt Greta Rave. Gemeinsam mit Emili Ramert und Maximilian Porath ist die Schülerin während der Kieler Woche an verschiedenen Velo-Stationen im Einsatz. „Die Leute freuen sich, und viele erzählen auch, dass ihnen schon Räder geklaut oder demoliert wurden“, berichtet Maximilian. Bei Bedarf können Kieler Woche-Besucher bei den Teams der Velo-Stationen auch eine Pumpe oder Werkzeug ausleihen und Flickzeug bekommen. Die fünf Velo-Stationen sind während der Kieler Woche täglich von 12 bis 00.30 Uhr geöffnet. Wenn nötig, kann ein Rad auch mal über Nacht bleiben – dann allerdings unbewacht. kst