Ausgezeichnete Mobilitäts-Ideen

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Umweltdezernentin Doris Grondke freuen sich mit den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises 2018. Foto: hfrStadtpräsident Hans-Werner Tovar und Umweltdezernentin Doris Grondke freuen sich mit den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises 2018.

Kieler Nachhaltigkeitspreis 2018 von der Landeshauptstadt vergeben

Kiel. Der Kieler Nachhaltigkeitspreis wird für innovative Konzepte und Projekte verliehen, die den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen. 2018 wurde der Preis zum dritten Mal ausgelobt. Unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität an und in der Kieler Förde“ wurden Ideen zur Umsetzung einer zukunftsfähigen Mobilität in der Landeshauptstadt gesucht. Nach einer lebendigen Debatte in der Fachjury wurden insgesamt fünf Bewerbungen mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Umweltdezernentin Doris Grondke verkündeten die Sieger des Wettbewerbs Anfang der Woche im Ratssaal des Rathauses. Drei Projekte erhielten Urkunden und Geldpreise, zwei weitere wurden mit Sonderpreisen bedacht. Der Nachhaltigkeitspreis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Bewertet wurden die Beiträge anhand von sechs Kriterien: Zukunftsoffenheit, Integration von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten, Kooperation zwischen verschiedenen Gruppen der Gesellschaft, Ressourcenschonung, Innovation und Vorbildfunktion.

Den Hauptpreis – eine Urkunde und 2000 Euro – erhält das Projekt „Statt-Auto Kiel“. Die Genossenschaft bietet Carsharing-Dienste in Kiel und Lübeck an. Mit derzeit 4000 Nutzern und 200 Fahrzeugen an 80 verschiedenen Standorten ist „Statt-Auto“ der größte Carsharing-Anbieter in Schleswig-Holstein. Die Fachjury lobte, dass das Projekt einen großen Gewinn für die nachhaltige Mobilität in Kiel bringe, da mit jedem „Statt-Auto“ Parkplätze eingespart werden.

Eine Urkunde und 1250 Euro gehen an das Kieler Unternehmen myBoo, das in Kooperation und auf Augenhöhe mit einem Projekt in Ghana und der Stiftung Drachensee hochwertige Fahrräder aus Bambus entwickelt und baut. Für die Jury steht fest: „myBoo ist sicherlich eines der nachhaltigsten Projekte in Kiel, die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind.“

Der Verein zur Förderung einer Stadtbahn für Kiel wurde ebenfalls mit einer Urkunde und 1250 Euro bedacht. Der im vergangenen Jahr aus zwei Vereinen entstandene Verein „Tram für Kiel“ setzt sich für die Einführung einer Stadtbahn ein.

Weiterhin wurden zwei Sonderpreise verliehen. Die Klasse 3b der Hardenbergschule erhält für ihr Kunstprojekt „E-Xpressbahn um die Kieler Förde“ einen Sachpreis in Höhe bis 250 Euro für einen thematischen Klassenausflug. Die Schüler haben sich Gedanken zum nachhaltigen Verkehr in Kiel gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Expressbahn eine sehr nachhaltige Lösung für das Umfahren der Förde ist. Das Projekt, für das die Kinder Plakate und Modelle gefertigt haben, wurde in Kooperation mit Eltern und der Neveling Foundation erarbeitet.

Über den zweiten Sonderpreis kann sich Maximilian Dudek freuen. Er schlägt vor, Kieler Bushaltestellen mit einem Leihsystem für Skateboards auszustatten. Die Jury würdigt die unkonventionelle Idee und die Auseinandersetzung mit dem Thema nachhaltige Mobilität aus jugendlicher Perspektive. Dudek erhält ebenfalls einen Sachpreis in Höhe bis 250 Euro – zum Beispiel für ein neues Skateboard.