Werkstatt-Theater spielt „Alle meine Söhne“

Anja Wermke-Brandtner und Stefan Schwarze gehören zur Besetzung des Werkstatt-Theaters. Foto: Werkstatt-Theater Kiel

Kiel. Arthur Millers Stücke „Tod eines Handlungsreisenden“ und „Hexenjagd“ stehen häufig auf dem Spielplan großer und kleiner Theater, sein Frühwerk „Alle meine Söhne“ dagegen nur selten – zu Unrecht. Die Thematik ist heute aktuell wie zur Erscheinungszeit des Stückes kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Am kommenden Sonnabend, 18. Januar, zeigt das Werkstatt-Theater aus Kiel ab 19 Uhr „Alle meine Söhne“ im Kulturforum, Andreas-Gayk-Straße 31 in Kiel.

Fabrikbesitzer Joe Keller lässt wissentlich fehlerhafte Flugzeugteile an die amerikanische Armee ausliefern, da er fürchtet, andernfalls großen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden. Als er nach dem Absturz von 21 Flugzeugen zur Rechenschaft gezogen werden soll, schiebt er die Schuld auf seinen Kompagnon, der dafür zu einer Haftstrafe verurteilt wird. Beide waren Nachbarn und die Familien freundschaftlich miteinander verbunden. Larry, der ältere Sohn der Kellers, kehrt von einem Flugeinsatz nicht mehr zurück, Kate, die Mutter, hält aber an dem Glauben fest, er werde eines Tages nach Hause kommen, obwohl inzwischen drei Jahre vergangen sind. Chris, Larrys jüngerer Bruder, bringt Ann, die frühere Verlobte seines Bruders, mit in sein Elternhaus, um mit ihnen über seine Heiratspläne mit ihr zu sprechen. Ann ist zudem die Tochter des im Gefängnis sitzenden Geschäftsführers. Der Besuch reißt alte Wunden auf und droht, die krampfhaft aufgebaute Fassade des Familienlebens im amerikanischen Kleinstadtmilieu einzureißen.

Karten können für 12/erm. 10 Euro unter Tel. 04348/9281 oder unter www.werkstatt-theater.com bestellt werden.