Viel Platz für Experimente

Kreispräsident Stefan Leyk (von links) und Landrätin Stephanie Ladwig freuen sich mit den Schülern Christof Bald, Emma Röhl und Schulleiterin Anne Paulsen über das moderne Fachgebäude am Gymnasium Schloss Plön. Foto: kib

Plön. „Es war ein Neubau am offenen Herzen, denn Bauen und Lernen mussten gleichzeitig stattfinden“, beschreibt Landrätin Stephanie Ladwig den über zwei Jahre dauernden und für alle Beteiligten zum Teil recht anstrengenden Weg zum neu errichteten naturwissenschaftlichen Fachgebäude am Gymnasium Schloss Plön. Vergangenen Freitag wurde der Bau seiner Bestimmung übergeben.

Viel Rücksichtnahme, Taktung und Planung seien nötig gewesen, in den Sommer- und Herbstferien waren bis zu 60 Personen gleichzeitig auf den drei Etagen des Gebäudes tätig. Auf 2415 Quadratmetern sind Fachräume für Biologie, Chemie und Physik entstanden, Platz für die jeweiligen Sammlungen und Vorbereitungsräume, des Weiteren Werk-, Kunst- und Klassenräume. Die Kosten belaufen sich auf 5,65 Millionen Euro, vom Bund kommen 2,2 Millionen Euro.

Schulleiterin Anne Paulsen lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kreis und Schule und erklärte: „2014 waren es 640 Schüler, jetzt sind es 800.“ Allein die steigende Schülerzahl mache den Platzbedarf deutlich. Das zuvor für den Fachunterricht in den Naturwissenschaften genutzte Gebäude aus den 1970er-Jahren mit zu wenigen und zu kleinen Räumen wurde den technischen und pädagogischen Anforderungen schon lange nicht mehr gerecht. Bei der Besichtigung des Neubaus wird deutlich: Großzügige und übersichtliche Räumlichkeiten sind entstanden. Die Flure sind breit, die Decken hoch. Ob Jugend-forscht-Labor, Aquarienraum oder Strahlenlabor – mit der Ausstattung ist moderne Technik eingezogen, die eine Vielzahl von Experimenten möglich macht.

Auch die Schüler zeigen sich von dem Neubau in einer schulinternen Radio-Umfrage angetan: helle, große Fensterfronten, viel Platz in den Klassen, coole Aufzüge, gut ausgestattete Werkräume – das Ganze sei ein Beitrag zu einer modernen, digitalisierten Schule.

Kreispräsident Stefan Leyk sieht in dem Neubau „viel Platz für ein aktives Gymnasium“ und freut sich über die nachhaltige, hocheffiziente Gebäudetechnik. Gute Dämmung, Beheizung durch Abwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung und solare Wärmegewinne über Dachfensterelemente führten zu einer Einsparung von 65 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Bei der Inneneinrichtung habe man unter anderem mit Kautschukfußböden und Silikat-Wandfarben auf ökologisch verträgliche Materialien gesetzt.

Nach dem Bau ist vor dem Bau, weitere Maßnahmen am Gymnasium sind geplant: Die Sanierung des Hauptgebäudes mit Ausbau des Dachgeschosses steht an, eine neue Mensa und weitere Klassenräume entstehen, am Ende erfolgt der Abriss des alten Fachgebäudes.kib