Geld für Schwimmhalle Schilksee

„Baukunst“ aus Beton: Die Schwimmhalle im Olympiazentrum Schilksee muss saniert werden. Foto: Ulf Dahl

Stadt Kiel erhält Zusage über drei Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung

Kiel. Seit ihrer Eröffnung 1972 ist die Schwimmhalle im Olympiazentrum Schilksee nahezu ohne Unterbrechung in Betrieb. Doch inzwischen hat sich einiges an Sanierungsbedarf angesammelt. Laut Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer belaufen sich die voraussichtlichen Sanierungskosten nach derzeitigem Stand auf 7,4 Millionen Euro. Drei Millionen Euro davon können aus dem Bundesprogramm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kommen – die entsprechende Zusage hat die Stadt Kiel vor wenigen Tagen erhalten. „Das sind großartige Nachrichten für die Stadt Kiel und die Schwimmerinnen und Schwimmer im Kieler Norden“, so Ulf Kämpfer.

„Mit drei Millionen Euro Zuschuss können wir im Frühjahr 2022 mit der Sanierung beginnen“, sagt Sportdezernent Gerwin Stöcken. „Das freut mich besonders für den Schulsport sehr. Kinder, die in Kiel an der Förde leben, müssen schwimmen können. Und die Schwimmhalle Schilksee ist ein sehr gutes Lehrbecken.“

Vor allem die Stahlbetonteile an den Becken und die Haustechnik sind sanierungsbedürftig. Die Stadt plant, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der Schwimmhalle Schilksee durch den Einbau moderner Technologien erheblich zu senken. „Es kann davon ausgegangen werden, dass nach erfolgter Sanierung der Energiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert wird. Das entspricht einer Einsparung von etwa 200 Tonnen an CO2-Emissionen pro Jahr“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Das von den Architekten Hinrich Storch und Walter Ehlers gebaute Olympiazentrum gilt heute als anerkanntes Werk der Baukunst. Wegen dieses baukulturellen Wertes stellt die geplante Restaurierung der Schwimmhalle, die Teil des architektonischen Gesamtensembles ist, besondere Anforderungen an die Architekten und Ingenieure, die das Projekt umsetzen sollen.

Die entsprechenden EU-weiten Vergabeverfahren laufen derzeit, im Mai werden die Ergebnisse der Ratsversammlung vorgestellt. Dann startet die Planung und genaue Kostenermittlung, die Voraussetzung ist für den endgültigen Zuwendungsbescheid des Bundes. Etwa im Herbst kann dann von einem Zuwendungsbescheid ausgegangen werden, sodass die ersten Bauarbeiten mit Schließung der Schwimmhalle im ersten Quartal 2022 beginnen können.

Das Land unterstützt im Rahmen seiner Sportstättenförderrichtlinie die Sanierung der Schwimmhalle Schilksee ebenfalls – mit weiteren 250.000 Euro.