Er war der „Opa der Nation“

Im Beisein von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (re.) und Familienangehörigen von Henry Vahl wie sein Neffe Walter Ehlert (li) wurde die Gedenktafel an sein früheres Wohnhaus in der Iltisstraße 49 in Gaarden angebracht. Foto: saa

Tafel erinnert an Henry Vahls Karrierestart in Kiel

Kiel. In Kiel wirkten viele Menschen auf besondere Weise. Die Stadt möchte an diese Kieler Persönlichkeiten mit neu gestalteten Gedenktafeln erinnern. Eine diese Personen ist Henry Vahl, dessen Theaterkarriere in Kiel begann.

Henry Vahl wurde der „Opa der Nation“ genannt. Bevor er im Hamburger Ohnsorg-Theater in Stücken wie „Tratsch im Treppenhaus“ oder „Meister Anecker“ glänzte, stand er in Kiel auf der Bühne. Sein Debüt gab er Weihnachten 1915 in „Peterchens Mondfahrt“ im Kieler Stadttheater. Um seines Wirkens in Kiel zu gedenken, wurde nun eine Gedenktafel an seinem früheren Wohnhaus in der Iltisstraße 49 in Gaarden angebracht. Dort wohnte der Schauspieler von 1912 bis 1919 mit seiner Familie. Bereits 2014 bekam der Platz vor dem Haus den Namen „Henry-Vahl-Platz“.

Henry Vahl wurde 1897 in Stralsund geboren und lebte in seiner Jugend, ab 1906, in Kiel. Neben verschiedenen Engagements in Lübeck, Braunschweig und Berlin zog es ihn und seine Frau in den 1950er-Jahren nach Hamburg, wo er bis 1972 das Ensemble des Ohnsorg-Theaters bereicherte. „Doch Henry Vahl hat Kiel nie vergessen und Kiel hat ihn nicht vergessen“, sagt Walter Ehlert, Neffe von Henry Vahl. Er erinnert sich noch gut an seinen Onkel. „Er sprudelte immer nur so vor Lebensfreude“, so Ehlert. Auf der Gedenktafel ist genau dieses Lächeln eingefangen. Dass es dieses Erinnerungsstück nun in Kiel-Gaarden gibt, ist vor allem dem Theatermuseum und dem Ortsbeirat Gaarden zu verdanken. Die Kommission für historische Stadtmarkierungen nimmt auch weiterhin Vorschläge für Auszeichnungen an, um an besondere Personen zu erinnern, die in Kiel gewirkt haben. saa