Diese Nationalparks gibt es in Deutschland

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Hamburg, Berlin und München – Deutschland hat für Fans von Städtereisen viel zu bieten. Grund genug, mal einen Blick auf einen anderen Teil des Landes zu werfen: Wir zeigen die schönsten Nationalparks.

Natur pur – das ist ein Versprechen, dem nicht mehr viele Orte auf dieser Welt gerecht werden. Gerade Menschen, die in der Großstadt leben, bekommen mitunter das Gefühl, dass es immer weniger grüne Flecken Erde gibt. Und genau das ist ein Irrglaube, mit dem wir aufräumen möchten.

1. Nationalpark Wattenmeer

Wenn das Wasser zurückgeht, dann taucht im deutschen Wattenmeer jede Menge Verborgenes auf. Wer sich auf die Suche macht und mit Gummistiefeln durch das Watt stapft, der findet die ein oder andere Überraschung – auf jeden Fall aber ein paar Wattwürmer. Genau genommen handelt es sich beim Wattenmeer sogar um gleich drei Nationalparks.

Denn Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein teilen sich die fast 15.000 Quadratkilometer große Fläche im Meer. Damit ist der Nationalpark übrigens Weltrekordhalter: Nirgends auf der Erde gibt es ein Wattenmeer, das auch nur ansatzweise so groß ist wie das deutsche.

2. Nationalpark Sächsische Schweiz

Die aufregende Mischung aus verworrenen Steinformationen des Elbsandsteingebirges, einem mystisch anmutenden Wald und beeindruckenden Tälern macht die Magie des nächsten Nationalparks aus. Und damit das auch so bleibt, steht die Sächsische Schweiz, gelegen bei Dresden in der Nähe der tschechischen Grenze, seit 1990 unter Naturschutz.

Denn der sagenhafte Ort ist sehr beliebt, besonders die Basteibrücke zwischen den Städten Wehlen und Rathen. Aber auch abseits der belebten Touristenpfade lässt sich das Gebiet wunderbar auf vielen Wanderwegen erkunden.

3. Nationalpark Müritz

Kleine Hütten, grüne Wälder und rundherum ein See nach dem anderen: Die Mecklenburgische Seenplatte und damit der Nationalpark Müritz sind vor allem für Wasserratten und Kajak-Fans ein Must-do in Deutschland. 

Fast logisch ist da, dass sich die Region mit den rund 100 Seen besonders für einen Kurztrip im Sommer anbietet. Viele Anbieter bieten dann übrigens auch geführte Touren mit Kajak und Co. an – etwa zum Sonnenuntergang. Das ist ohnehin der Moment des Tages, in dem die Seenplatte sich von ihrer besten Seite zeigt.

4. Nationalpark Eifel

Im rund 11.000 Hektar großen Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen leben mehr als 2000 bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Und die fühlen sich da so wohl, weil die Gegend sehr naturbelassen ist – inklusive prächtiger Bäume, vielen kleinen Bächen und grünen Wiesen. Und als wäre das nicht schon genug, gibt es in der Eifel auch einen See plus Talsperre.

5. Nationalpark Jasmund

Die Ostsee-Insel Rügen ist allein schon wegen der schönen Strände und kleinen Städchen eine Reise wert. Aber wusstest du, dass sie auch einen der schönsten Nationalparks Deutschlands beherbergt? Zwar ist der Nationalpark Jasmund mit rund 3000 Hektar der kleinste in Deutschland, trotzdem steht er seinen Konkurrenten in Sachen Schönheit in nichts nach.

Im Gegenteil: Das Gebiet umfasst die berühmten Rügener Kreidefelsen und den sagenhaften Aussichtspunkt Königsstuhl. Und wer nicht am Boden bleiben und die dichten Buchenwälder durchkämmen möchte, der kann hoch hinaus: Der Baumwipfelpfad eröffnet eine neue Sichtweise auf den schönen Nationalpark.

6. Nationalpark Harz

Apropos Wald: Wer auf verwunschene Wälder abfährt, sollte in den Harz fahren. Das ist nämlich der größte Waldnationalpark in Deutschland. Das Gebiet zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat aber auch abgesehen von Fichten- und Buchenwäldern etwas zu bieten – Berge, Täler und süße Kleinstädte. Auch hier gibt es einen Baumwipfelpfad.

Wer jedoch wirklich auf Entdeckungstour gehen möchte, der sollte sich in der Nähe der Felsenlandschaft umsehen: Der Brocken birgt das ein oder andere Geheimnis, glaubt man bekannten Mythen.

7. Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Watt gibt es auch an der Ostsee, im drittgrößten Nationalpark Deutschlands. Denn die Vorpommersche Boddenlandschaft ist geprägt vom Wind. So wachsen nicht nur die Bäume zwischen den Orten Ahrenshoop und Ostseebad Zingst bis ans Wasser und reichlich schief.

Dank des Windes gibt es dort auch so etwas wie Watt. Und auch die Strände, die nicht vom Wind in Watt verwandelt werden, sind dort besonders schön anzusehen: heller Sand, grüne Dünen und stürmisches Meer.

8. Nationalpark Schwarzwald

Zuerst war der Wald, dann kam der Nationalpark: Der Schwarzwald wurde erst im Jahr 2014 zum Nationalpark erkoren und ist damit der jüngste in unserem Überblick. Und er ist der einzige in Baden-Württemberg. Landschaftlich gesehen hätte der Schwarzwald das Siegel aber schon lange verdient gehabt – denn er bietet viel unberührte Natur in einer atemberaubenden Berglandschaft.

Wandere durch die Mischwälder und entdecke die verschiedensten Baumarten. Oder besuche die Triberger Wasserfälle im Schwarzwald.

9. Nationalpark Berchtesgaden

Was fehlt jetzt noch? Richtig, eine idyllische Berglandschaft. Und die schönste Deutschlands gibt es im Nationalpark Berchtesgaden in Bayern. Das Berchtesgadener Land rund um den Königssee, der im Übrigen an sich bereits ein echter Hingucker ist, bietet eine einzigartige Alpenkulisse.

Und weil die Landschaft so schön ist, ist sie bereits auf einer Vielzahl an Kunstwerken verewigt. Am besten ist der Nationalpark übrigens in Wanderschuhen zu erkunden – auf insgesamt rund 400 Kilometer langen Wanderwegen. 

Das waren zwar unsere Top 9 der deutschen Nationalparks – aber noch lange nicht alle, die es im Land gibt. So lohnt sich mit Sicherheit auch ein Besuch im Nationalpark Kellerwald-Edersee, im Nationalpark Hanich oder im Nationalpark Unteres Odertal.