Deshalb wird 2022 ein gutes Jahr

Männliche Küken werden nicht mehr getötet: Eine gute Nachricht für das kommende Jahr. Foto: Mehmet/pexels

Mit dem kommenden Jahr treten in vielen Bereichen Verbesserungen in Kraft

Auf den ersten Blick sehen die Aussichten für das kommende Jahr nicht gerade rosig aus: Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft noch immer fest im Griff, neue Varianten sind auf dem Vormarsch und gerade in den Wintermonaten ist die Unsicherheit bei einigen Bürgern und Bürgerinnen nochmal größer. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Hier kommen sieben Gründe dafür, dass 2022 ein gutes Jahr wird.

Der Mindestlohn steigt

Aktuell liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 9,60 Euro die Stunde. Ab dem 1. Januar sind 9,82 Euro pro Stunde gesetzlich vorgeschrieben, ab 1. Juli 10,45 Euro. SPD, Grüne und FDB haben im Koalitionsvertrag nun jedoch festgehalten, dass sie die gesetzliche Lohnuntergrenze sogar auf zwölf Euro erhöhen möchten.

Kükentöten wird verboten

Jedes Jahr werden circa 45 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet – doch das ist ab kommendem Jahr verboten. Ab 2024 wird zudem das Töten von Hühnerembryonen im Ei nach dem sechsten Bebrütungstag untersagt.

Weniger Plastiktüten

An den Supermarktkassen dürfen ab dem 1. Januar keine leichten Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometern mehr ausgegeben werden – das sind die Standard-Tüten. Ausgenommen sind stabile Mehrweg-Tüten und dünne Plastikbeutel aus der Obst- und Gemüseabteilung.

Geldanlagen werden nachhaltiger

Voraussichtlich ab August müssen Berater und Beraterinnen ihre Kundschaft bei der Finanzberatung und Vermögensverwaltung aktiv auf das Thema Nachhaltigkeit ansprechen. Falls die Kunden und Kundinnen das Thema berücksichtigt haben möchten, müssen geeignete Produkte angeboten werden.

Rentner bekommen mehr Geld

Die rund 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen in Deutschland bekommen mehr Geld: Ab dem 1. Juli sollen die Renten voraussichtlich im Westen um 4,6 Prozent und im Osten um 5,3 Prozent steigen.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen haben es ab dem 1. Januar leichter: Das Teilhabestärkungsgesetz hat mit einer Reihe von Vorgaben die Weichen für Erleichterungen im Arbeits- und Berufsleben gestellt. Zum Beispiel sollen Jobcenter und Arbeitsagenturen Menschen mit Behinderungen genauso unterstützen wie alle anderen Leistungsempfänger. 43.000 Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen derzeit keinen einzigen Menschen mit Behinderungen, obwohl sie dazu verpflichtet wären. Neue „Einheitliche Ansprechstellen“ sollen diese Situation verbessern. Sie sollen Arbeitgeber bei Ausbildung, Einsatz und Beschäftigung von Schwerbehinderten beraten, informieren und beim Antragstellen unterstützen.

Mehr Recycling durch mehr Pfand

Die Pfandpflicht gilt ab 1. Januar für sämtliche Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff bis zu drei Litern und für Getränkedosen, also auch für Säfte, alkoholische Mischgetränke, Smoothies und Gemüse-Shots. Weiterhin ausgenommen sind Milchprodukte in Dosen oder Plastikflaschen. Pfandpflichtige Einweg-Verpackungen können in jeder Verkaufsstelle zurückgegeben werden, die Einweg-Gebinde aus dem gleichen Material verkauft. Das Einweg-Pfand von 25 Cent wird dann wie gewohnt ausgezahlt. Mit dieser erweiterten Pfandpflicht auf Einweggetränkeflaschen soll das Recyceln verstärkt werden. svp