Anwohner brauchen Geduld

Der Bau des neuen Wohnhauses mit 125 Einheiten auf dem ehemaligen Parkplatz zwischen Knooper Weg, Waitzstraße und Droysenstraße hat begonnen. Im Moment müssen Anwohner und Autofahrer einige Einschränkungen dadurch in Kauf nehmen. Foto:kae

Der Bau des „Fünfgiebelhauses“ sorgt für Straßensperrungen in der Droysenstraße

Kiel. Den Parkplatz zwischen Knooper Weg, Waitzstraße und Droysenstraße in Kiel gibt es nicht mehr. Bereits seit Ende Juli sind hier die Bagger am Werk und bereiten alles für den Bau eines Wohnhauses mit 125 Appartements vor. Die Fertigstellung des sogenannten „Fünfgiebelhauses“ ist für Ende 2020 geplant.

Bereits vor zwei Jahren hatte Niels Bunzen, geschäftsführender Gesellschafter der Norddeutschen Grundstücksentwicklungsgesellschaft (NGEG), die Baupläne im Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook zum ersten Mal vorgestellt. Seitdem steht Bunzen im engen Kontakt mit dem Stadtteilgremium und sorgt so dafür, dass alle Planungs- und Baufortschritte für die Öffentlichkeit transparent gemacht werden. In der aktuellen Sitzung berichtete er nun vom Beginn der Bauarbeiten und den damit verbundenen Straßensperrungen.

So ist im Moment die Waitzstraße zwischen Knooper Weg und der Einfahrt zur Droysenstraße für Autofahrer nicht befahrbar. Die Zufahrt in die Droysenstraße ist nur über die kleine Verbindungsstraße zwischen Knooper Weg und Droysenstraße möglich. „Wir verlegen hier gerade eine neue, für Starkregenereignisse angemessene Regenwasserleitung. Dafür müssen wir an den öffentlichen Straßenraum ran“, erklärte Niels Bunzen die Sperrung.

Er hofft, dass zunächst die Waitz- und später dann die Droysenstraße bald wieder freigegeben werden können und nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen zügig der Bau des neuen Hauses beginnt. Damit die Anwohner nicht allzu lange durch die Baustelle beeinträchtigt werden, ist geplant, in den oberen Geschossen teilweise mit modularer Bauweise zu arbeiten. „Das sorgt für eine schnellere Bauzeit“, so Bunzen. Generell wurden alle Haus- und Wohnungseigentümer in der Nachbarschaft rechtzeitig über das Bauvorhaben informiert. Bunzen hofft nun, dass diese Infos auch an die Mieter weitergegeben wurden.

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats präsentierte der NGEG-Geschäftsführer auch eine aktuelle Visualisierung des neuen Wohngebäudes. Hierhin ist bereits die erweiterte Baufläche sowie die um 60 Zentimeter erhöhte Gebäudehöhe berücksichtigt, die die Stadt Kiel initiiert hatte, um den entstehenden Wohnraum zu erweitern. Insgesamt beinhaltet das Haus am Ende 125 Appartements. 17 davon sind öffentlich geförderte Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen. Außerdem wird es eine öffentlich geförderte Wohngruppe für junge Erwachsene mit Handicap geben. Der Name „Fünfgiebelhaus“ geht auf die fünf Spitzdächer zurück, durch die sich das Haus ebenso wie durch die mit Vollziegelsteinen verblendete Fassade harmonisch in die Umgebung einfügen soll. Welcher Einzelhändler in das Erdgeschoss einziehen wird, wollte Niels Bunzen noch nicht verraten.kae