Darum wird Marrakesch Afrikas erste Kultur-Hauptstadt

Marrakesch wird Afrikas Klutur-Hauptstadt. Foto unsplash.com/Max Libertine

Afrika ist so viel mehr als Safari – das beweist die Perle Marokkos: Marrakesch. Die Metropole darf sich ab 2020 die erste Kultur-Hauptstadt Afrikas nennen. Der reisereporter verrät die Highlights.

Ein Spaziergang durch die Medina Marrakeschs gleicht einem Sinnesrausch: Der Duft von Gewürzen steigt in die Nase, prunkvolle Architektur blendet die Augen, und in den Hinterhöfen verstecken sich kleine Oasen. In Marrakesch trifft Tradition auf Moderne: Seit Jahren zieht die es Touristen aus aller Welt in die Metropole. Die Ernennung zu Afrikas erster Kultur-Hauptstadt wird dem nur gerecht.

Bürgermeister Mohamed Larbi Belcai gab bereits vergangenes Jahr bekannt, dass die Stadt offiziell ab 2020 den Titel tragen wird. Entschieden wurde das auf der Veranstaltung „Africities Summit“. Afrikas Kultur-Hauptstadt in Marokko: Die Highlights in Marrakesch

Der Titel ist ein weiterer Ansporn, um den Tourismus in Marokko noch weiter anzukurbeln. Allein von 2017 auf 2018 stieg der Tourismus um 15 Prozent. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Teilen zur Erhaltung der Medina von Marrakesch genutzt werden. Ob die Ernennung zur Kultur-Hauptstadt weitere (finanzielle) Vorteile bringen wird, ist bisher nicht bekannt. Ausgewählt als Afrikas erste Kultur-Hauptstadt wurde Marrakesch wegen der Architektur, der Kunst und des kulturellen Erbes. Von Deutschland aus sind es nur wenige Flugstunden – hier ein kleiner Vorgeschmack, was Urlauber vor Ort erleben können:

Orient pur: Am Markt Djemaa el Fna

Der berühmte Marktplatz Djemaa el Fna ist das Herz Marrakeschs. Abends treiben sich hier Schlangenbeschwörer, Künstler und Musiker herum. Zudem können Besucher sich an den Essensständen durch die Kulinarik Marokkos probieren.

Tipp: Wem der Platz zu voll, zu touristisch sein sollte, der sollte den Blick auf die Stadt von oben genießen, zum Beispiel bei einem Tee auf dem Dach des Fotomuseums über den Dächern von Marrakesch.

Die Architektur: Umgeben von den alten Mauern der Medina

Vom Djemaa el Fna aus gehen die Gassen der Altstadt Medinas ab: In diesen können Urlauber sich verlieren – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Gassen sind wie ein Labyrinth aufgebaut: Sie sind eng, verwinkelt und enden oft in einer Sackgase. Dieser Irrlauf ist es aber wert: Die Architektur ist einmalig und katapultiert Besucher in ein anderes Zeitalter.

Die prunkvolle Architektur der gesamten Medina wurde übrigens mit dem Titel Unesco-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Die Koutoubia-Moschee ist wohl der prominenteste Beweis dafür.

Die Kunst: Mode-Imperium und Mosaik-Fliesen

Marrakesch ist wie ein großes Museum. Wer noch mehr Kultur und Geschichte erleben will, sollte sich auf die Spuren des Modeschöpfers Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, besser bekannt für sein weltweit erfolgreiches Modelabel Yves Saint Lauren, begeben.

Der Franzose kaufte 1980 den Jardin Majorelle in Marrakesch und holte sich hier seine Inspiration. Saint-Laurent verstarb 2008 – heute ist der Garten ein Museum und beherbergt Kunst aus Marrakesch wie nordafrikanische Kleidung und Schmuck.

Nicht nur im Museum, sondern in ganz Marrakesch lohnt es sich, die Augen offen zu halten und auch mal einen Blick. in die Hinterhöfe zu wagen: Dann entdecken Urlauber die für Marokko typische Mosaik-Kunst.