Old School – Die Zukunft kann warten

Özcan Cosar präsentiert am 11. Februar sein neues Programm im Metro Kino. Foto: Robert MaschkeÖzcan Cosar präsentiert am 11. Februar sein neues Programm im Metro Kino. Foto: Robert Maschke

Witze wie am Fließband gibt es beim Comedian Özcan Cosar zu hören

Kiel. Was juckt mich die Zukunft? Warum sich das Morgen ausmalen, bevor es da ist? Özcan Cosar, erfolgreicher Comedian, lebt lieber im Heute und interessiert sich für das Vergangene. Und genau darum geht es auch in seinem neuen, inzwischen dritten Soloprogramm „Old School – Die Zukunft kann warten“, das er am 11. Februar ab 20 Uhr im Metro Kino, Holtenauer Straße 162 In Kiel, präsentiert.

Özcan blickt darin zurück auf seine Jugend, das Erwachsenwerden und was ihn darüber hinaus immer wieder bewegt: das Thema Anerkennung – zum Beispiel durch seinen Vater. Dieser hält Özcan bis heute für einen Arbeitslosen, der Witze verkauft. Allein aus diesem Umstand kreiert der Komiker Szenerien und stellt sein Schauspieltalent unter Beweis: Blitzschnell switcht er hin und her zwischen der Figur des souverän-strengen Vaters und des respektvoll-demütigen Sohnes. Auch erfährt das Publikum, welchen Traum Özcans Vater einst zugunsten seiner Kinder aufgab, was dieser allerdings – sehr zum Vergnügen des Publikums – nur mit den Worten kommentiert: „Mein Sohn, es hat sich gelohnt, aus deinen Schwestern ist was geworden!“

Nach so viel Lob wendet sich Özcan lieber Jahrhunderte zurückliegenden Ereignissen zu, mimt den türkischen Soldaten auf dem Vormarsch nach Wien, den Hofnarr des Königs, der leichtfüßig über die Bühne tänzelt und damit gehörig am Zwerchfell der Zuschauer zupft. Er stellt Leistungen und Errungenschaften anderer Nationen in den Mittelpunkt. Die bahnbrechenden Erfindungen der Deutschen etwa, darunter das Automobil und den Diesel. Oder die überragenden Fähigkeiten der Griechen, die quasi alles und jeden erfunden haben.

Dabei läuft sein Fantasiepotenzial zur Hochform auf und stellt historische Details auf den Kopf: So lässt er anstelle der Amerikaner die Türken anno 1969 auf dem Mond landen. Wenn Özcan hier in die Rolle des NASA-Reporters aus Ankara oder gar in die des Astronauten Murak Armstrong schlüpft, bleibt kein Auge trocken.

Und warum Halt machen, wenn es um den eigenen Nachwuchs geht? Also schildert er wortwitzig seine Vaterfreuden: mit dem acht Monate alten Sohn, der bisher nichts als Photosynthese betreibt, und mit seiner kleinen, inzwischen vierjährigen Tochter, die ihren Papa gnadenlos früh am Morgen zum Drogenkonsum in Form von Animationsfilmchen nötigt. Mit großer Beobachtungsgabe, Kreativität und Spontanität zeigt Özcan einmal mehr sein breites künstlerisches Repertoire.

Tickets sind über www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Weitere Informationen unter www.cosar.tv