Wohnungen in der Innenstadt

Noch parken auf dem unbebauten Grundstück Hopfenstraße/Ecke Lerchenstraße Autos. Bald entstehen hier neue Mietwohnungen. Foto: kae

Gewoba Nord Baugenossenschaft plant ihr größtes Kieler Wohnprojekt

Kiel. Noch parken Autos auf dem unbebauten Grundstück an der Hopfenstraße/Ecke Lerchenstraße. Doch bald beginnen hier die Bauarbeiten für das größte Kieler Wohnprojekt der Gewoba Nord Baugenossenschaft. Bis 2023 entstehen auf dieser Fläche 98 innerstädtische Wohnungen in zwei siebengeschossigen Gebäuden, die sich um einen grünen Innenhof entwickeln. Bauherren und Architekten stellen die aktuellen Pläne im Ortsbeirat Mitte vor.

„Beide Gebäude fügen sich in die umgebende Bebauung ein“, erklärte Architekt Markus Kaupert vom Lübecker Büro „ppp Architekten“. Dabei wird der Giebel des großen hakenförmigen Gebäudes an der Hopfenstraße direkt am Giebel des benachbarten Gebäudes der HUK angeschlossen. Das zusätzliche Haus in der Lerchenstraße schließt die dortige Baulücke, so Kaupert.

Die Zufahrt in den Innenhof erfolgt von der Hopfenstraße aus. Dort entsteht eine Gasse, die von Leben erfüllt sein soll, so die Vorstellung der Architekten. Sie führt nämlich auch direkt zum begrünten Innenhof, der nach Südwesten geöffnet ist und durch das Wohngebäude entlang der Hopfenstraße vom Stadtlärm abgeschirmt wird. Von der Gasse aus ist auch das Gebäude an der Lerchenstraße an den Innenhof erreichbar.

Unter dem grünen Deckel des Innenhofs verbergen sich die Stellplätze der Wohnanlage. „Es handelt sich nicht um eine Tiefgarage. Die Fahrzeuge parken ebenerdig“, erklärte Markus Kaupert. Geplant sind 46 Stellplätze für Pkw sowie ein Fahrradparkhaus für 168 Räder.

Die rund 100 Mietwohngen haben ein bis vier Zimmer. Daneben gibt es auch zwei Wohnungen mit fünf bis sieben Zimmern, die für WGs geeignet sind. Eine große Dachterrasse wird für alle Bewohner nutzbar sein. Auch ein so genannter Netzwerkraum für alle Mieter ist geplant. Große Fenster im Erdgeschoss machen das Haupt-Gebäude von außen einsehbar und öffnen es so zur Stadt hin.

Die Mitglieder des Ortsbeirats begrüßten das Neubauprojekt ausdrücklich. „Ich finde, es ist ein Projekt, das die Stadt bereichert und es ist allemal besser als der jetzige Parkplatz“, erklärte Jochen Schulz (Grüne). Vorsitzender Max Dregelies (SPD) hatte jedoch auch ein paar kritische Worte übrig: „Schade, dass hier kein sozial geförderter Wohnungsbau möglich ist. Ich möchte eigentlich keine Innenstadt haben, wo sich manche Leute keine Wohnungen mehr leisten können.“ Über die geplanten Mietpreise konnte bisher noch keine Auskunft werden. kae