Weihnachten im Schuhkarton

Bad Segeberg. „Hier dürfen die Jugendlichen, anders als bei einer anonymenSpende, einmal die Erfahrung machen, den Empfänger persönlich kennenzulernenund diesem Bedürftigen selbst ein Geschenk zu überreichen“, freut sichHans-Joachim Wild, Leiter der Segeberger Tafel, über die großzügige Spende vomStädtischen Gymnasium. Alle Jahre wieder arbeiten die Gymnasiasten gemeinsam an„Weihnachten im Schuhkarton“. Hier ruft seit 2013 die AG „Schule ohne Rassismus– Schule mit Courage“ zu einer Sammlung auf. Gespendet werden vor allem langehaltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker oder Kakao, die in der Weihnachtszeitjeder zum Backen benötigt und die von den Supermärkten nur selten aussortiertund an die Tafeln weitergegeben werden.

Die 21 AG-Mitglieder aus den Jahrgangsstufen fünf bis zwölf haben mit ihren Schulkameraden 142 Pakete gesammelt. „Das ist eine hervorragende Leistung“, lobt Direktor Frank Ulrich Bähr. Einige Pakete waren fertig gepackt, einige Schüler haben dagegen lose Lebensmittel abgegeben, die die AG-Teilnehmer noch in Schuhkartons verpacken und schmücken mussten. „Das war oft nicht ganz einfach für die Schüler, aber alle haben sich da durchgebissen“, lobt auch AG-Leiterin Traute Roggan. Die Pakete wurden dann noch klassifiziert, rosa Zuckerperlen kamen beispielsweise in die Mädchenpakete. Daneben packten die Schüler auch Jungspakete, Kinderpakete und solche für die ganze Familie. Für ein Filmprojekt waren immer auch einige Schüler mit der Videokamera dabei.

Umder Segeberger Tafel die Arbeit zu erleichtern, gehen die Teilnehmer der AG„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in dieser Woche mit zu denAusgabetagen in der Efeustraße und in Wahlstedt. „So haben die Schüler einendirekten Bezug zu den bedürftigen Menschen und die Spende erzielt ganz nebenbeinoch einen wichtigen pädagogischen Effekt“, erläutert der pensionierteGymnasiallehrer Hans-Joachim Wild. awi