Unterstützung für Zukunftsmacher – „Yooweedoo“-Ideenwettbewerb erstmals für alle kreativen Kieler geöffnet

Hamta Zain (v.li.n.re.), Prof. Christoph Corves, Renate Treutel, Rebecca Peterson-Perry, Hannes Hinkelmann, Paul Walther und Felix Pape wünschen sich kreative Ideen von allen Bürgern. Foto: Svenja Paetsch

Kiel. Gemütliche Sofas und ein Sessel sind um einen Tisch gruppiert, ein Duft nach Kaffee liegt in der Luft: Der kleine Raum im Gaardener Kirchenweg 22 strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus. Das hier ansässige Studierenden-Projekt „Die Stube“ hat den Raum behaglich gestaltet, er soll als ein Begegnungsort für Menschen jeder Herkunft, Religion oder Hautfarbe dienen. „Wir möchten, dass sich Menschen aller Kulturen und Altersgruppen kennenlernen und austauschen“, sind sich Hamta Zain, Rebecca Peterson-Perry, Hannes Hinkelmann und Paul Walther vom „Die Stube“-Team einig. „Die Stube“ schafft gemeinschaftsfördernden Raum – und passt damit genau in das Konzept des Ideenwettbewerbs „yooweedoo. die zukunftsmacher“, dessen Preisträger sie in diesem Jahr wurde.

„You have an idea, we support you, do it“ – so die Bedeutung hinter „yooweedoo“ – ist Programm. Der Ideenwettbewerb unterstützt kreative, engagierte Menschen, die die Welt verändern wollen, mit Startkapital und Know-how, und fördert die Gründung von nachhaltigen und sozialunternehmerischen Projekten, Organisationen und Unternehmen.

War der Ideenwettbewerb seit seiner Gründung 2010 bisher nur für Studierende geöffnet, können sich bei „yooweedoo“ mit Unterstützung der Landeshauptstadt Kiel nun auch ideenreiche Nicht-Studierende bewerben. Für die Kieler Bürgermeisterin und Wissenschaftsdezernentin Renate Treutel ein folgerichtiger Schritt: „Ich bin überzeugt, dass wir bei den Menschen ein hohes kreatives und innovatives Potential antreffen“. Als erster sogenannter „Change Angel“ nimmt die Stadt dafür nun 10.000 Euro in die Hand.

„Das Spektrum der eingereichten Projekte ist riesig“, erzählt Professor Christoph Corves von der Kiel School of Sustainability der CAU und der Zukunftsmacher Akademie. Entscheidend sei lediglich, dass die Projekte einen eigenen gesellschaftlichen Mehrwert erzielen. Ob die Bambusfahrräder von „My Boo“, der „Kieler Honig“ oder das Projekt „Spülbar“, das ein zur Spülstation umgebautes Lastenfahrrad gegen den Plastikmüll auf Wochenmärkten entwickelt hat: „Alle Projekte betreffen Alltagssituationen von Menschen“, zeigt sich Bürgermeisterin Treutel begeistert.

Wer eine Idee hat, sollte damit nicht alleine zu Hause bleiben, werben die „Zukunftsmacher“. Starthilfe und grundlegende Beratung bietet Felix Pape in seinem Büro in der Alten Mu. Ein Bildungsprogramm auf www.zukunftsmacher-plattform.org unterstützt angehende Gründer mit weitergehenden Angeboten – ganz nach dem Motto „You have an idea, we support you, do it“.svp

Projekte können bis zum 1. Februar unter www.yooweedoo.org/ideenwettbewerb eingereicht werden. „Die Stube“ stellt sich am Sonnabend, 8. Dezember, mit einem „Tag der Möglichkeiten“ vor. Von 13 bis 19 Uhr werden Workshops, Vorträge und Konzerte angeboten.