Traumland und bittere Realität

Mit „Malala“ kehrt ein Stück für Kinder, aber auch große Besucher zurück auf die Bühne des Jungen Theaters im Werftpark. Foto: Olaf Struck

„Das Traumfresserchen“ und „Malala“ kommen zurück ins Theater im Werftpark

Kiel. Zwei erfolgreiche Produktionen der vergangenen Spielzeiten kehren noch in diesem Monat auf den Spielplan im Jungen Theater im Werftpark, Ostring 187a, zurück: „Das Traumfresserchen“ von Michael Ende für Kinder ab drei Jahren ab dem kommenden Sonnabend, 19. Oktober, ab 16 Uhr und „Malala“ für alle Menschen ab zehn Jahren ab Sonnabend, 26. Oktober, 19 Uhr.

Michael Endes 1976 veröffentlichtes Bilderbuch „Das Traumfresserchen“ ist eine poetische Geschichte über Ängste, Albträume und die Macht des Zusammenhaltens. Prinzessin Schlafittchen führt eigentlich ein schönes Leben, denn ihr Vater ist der König von Schlummerland. Mit dem schönen Leben könnte es aber bald vorbei sein, denn seit die Prinzessin das Traumfresserchen weggeschickt hat, wird das Land von bösen Träumen heimgesucht. Erst als Schlafittchens Vater auf einer abenteuerlichen Reise das Traumfresserchen wiederfindet, keimt Hoffnung auf. Doch können die beiden wieder schnell genug nach Schlummerland zurückkommen?

„Malala“ erzählt die Geschichte des mutigen Mädchens, das mittlerweile eine weltbekannte Aktivistin für Kinderrechte ist. Malala Yousafzai hat früh begonnen, sich für Bildungs- und Chancengleichheit von Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt einzusetzen und dabei ihr Leben riskiert. Sie ist selbst noch Teenager und Schülerin, als ihr Engagement beginnt. Traurige Berühmtheit erlangt sie durch einen lebensbedrohlichen Angriff von Taliban-Kämpfern im Jahre 2012. Dabei wird sie schwer verletzt, aber zum Schweigen bringt man sie nicht, im Gegenteil: Malala wird zum Symbol für Widerstand und Mut, zur Galionsfigur für den Kampf um Bildung. In der Kieler Inszenierung spielt Patricia Windhab das Mädchen Malala, das hinter der Symbolfigur oft zurückbleibt: Das ganz normale, lustige Mädchen mit eisernem Lebenswillen, das gerne Filme schaut, mit Freundinnen shoppen geht und dessen Kopf voller Ideen und Träume ist – doch Malala sieht die Ungerechtigkeiten in ihrem Land und beschließt, dass sie nicht schweigen kann.

Karten gibt es ab 4,80 Euro unter Tel. 0431/901901 oder

www.theater-kiel.de