Shoppen für den Mini-Geldbeutel

Mehrere Hundert Menschen strömten unmittelbar nach dem ersten Öffnen der Primark-Türen ins Gebäude. Foto: kst

Der irische Textil-Discounter Primark hat seinen Store in Kiel eröffnet

Kiel. Primark in Kiel ist eröffnet. Mit DJ, Luftballons und Partystimmung begrüßte das Team der neuen Filiale die ersten Kunden. Schon bevor die Security-Angehörigen am Mittwoch den Weg in die 4100 Quadratmeter große, drei Etagen umfassende Verkaufsfläche freigaben, war drinnen Stimmung: Zu lauter Musik mit wummernden Bässen stimmte sich das Team auf den bevorstehenden Ansturm ein. Draußen dirigierten die Security-Leute neu Ankommende an das Ende der immer länger werdenden Warteschlange – mehrere Hundert Menschen wollten zu den ersten Kunden gehören, die den Kieler Primark betreten. Damit sie reibungslos losshoppen konnten, verteilten Primark-Mitarbeiter schon einmal Einkaufstaschen unter den Wartenden.

Um 10 Uhr, kurz nachdem Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft, mit einer Riesenschere ein blaues Band im Eingangsbereich durchschnitten hatte, machte die 31. deutsche Primark-Filiale dann erstmals ihre Türen für die Kundschaft auf. Viele der Hereinströmenden filmten mit ihrem Handy, wie sie unter dem „Primark“-Schriftzug hindurch in den Eingangsbereich gingen und drinnen empfangen wurden von einem Spalier strahlender und lautstark jubelnder Mitarbeiter, die zur wummernden Musik im Takt klatschten. 

Rund 8000 Artikel bietet Primark in Kiel an. Von T-Shirts und Sportkleidung über Schuhe und Jacken für Frauen, Männer und Kinder bis zu Decken, Kissen und Dekoration, Klein-Elektroartikeln und einer Riesenauswahl an falschen Wimpern und Fingernägeln. Die allermeisten Artikel sind Hausmarken, die Primark für sich produzieren lässt. Dabei achte das Unternehmen laut Wolfgang Krogmann, Primark-Deutschland-Director, sehr sorgfältig auf die Einhaltung von internationalen Standards, zum Beispiel bei Löhnen und Arbeitsbedingungen in den produzierenden Unternehmen. Dass das Unternehmen mit Sitz in Irland so niedrige Preise bieten kann, begründet Primark unter anderem damit, dass es optimierte Produktions- und Lieferabläufe habe, kaum Werbung mache und auf Details wie teure Bügel und Preisschilder verzichte. Primark-Gegner werfen dem Unternehmen unter anderem vor, dass es dazu verlocke, Kleidung zu kaufen, die vielleicht nie getragen wird oder nach sehr kurzem Gebrauch im Müll landet. Für dieses Wochenende haben Primark-Gegner Protestaktionen in Kiel angekündigt. kst

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30-20 Uhr, Sa 9-20 Uhr. Infos zum Unternehmen gibt es unter www.primark.com