Schon fast so, wie es sein soll

Rechtzeitig zu den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit sollen die Becken des Kleinen Kiel-Kanals so weit fertig sein, dass man sich schon gut vorstellen kann, wie das ganze Areal zum Jahresende aussehen wird, wenn alles fertig ist. Foto: Jan Köster

Zur Einheitsfeier stellt sich der Kleine Kiel-Kanal den Besuchern vor

Kiel. Die Landeshauptstadt macht sich schick für die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit, und auch auf den Baustellen für den Kleinen Kiel-Kanal hauen alle Teams noch einmal einen ordentlichen Schlag rein. Das Ziel: Auch wenn der Kleine Kiel-Kanal erst zum Jahresende fertig sein soll, so sollen die Kieler und alle Gäste, die zum Tag der Deutschen Einheit in die Stadt kommen, schon eine halbwegs gute Vorstellung davon bekommen, wie Kiels neue Mitte nach Fertigstellung aussehen wird.

Die Betonarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Wenn die Becken des „Kanals“ fertig sind, wird von Beton allerdings gar nicht mehr so viel zu sehen sein: Die Kanten, die aus dem Wasser herausragen, werden zum Teil mit dunklem Klinker verkleidet. Auf der Seite von TK Maxx und McDonalds werden sich Holzstege zwischen Wasser und den Gastronomiebetrieben entlangziehen. Die Stege werden weiteren Beton unsichtbar machen. Von den Holzstegen wird am 3. Oktober wohl noch nichts zu sehen sein, aber die Kante im Südbecken ist bereits teilweise mit dunklem Klinker verblendet. Der Bereich vor dem Textil-Discounter Primark, der am 6. November öffnen will, wird zum Tag der Deutschen Einheit schon auf die Weise und in den drei Grautönen gepflastert sein, wie es später auch alle anderen Bereiche an der Busspur sowie an den Straßen nördlich und südlich des Kleinen Kiel-Kanals sein werden.

Die Holstenstraße ist dort, wo sie zwischen dem Nord- und dem Südbecken des „Kanals“ hindurch führt, bereits mit Geländern versehen worden. Wenn erst Wasser in den Becken ist, wird dieser Weg wie eine Brücke über einen tatsächlichen Kanal wirken.

Insgesamt wird zum Tag der Deutschen Einheit deutlich mehr Platz in dem Bereich zur Verfügung stehen, der vorher Monate lang für die Bauarbeiten abgesperrt war. Und ein bisschen werden sich die Besucher der Innenstadt sicher schon vorstellen können, wie es sich ab dem kommenden Frühjahr anfühlen könnte, auf einer Holzplattform am Wasser zu sitzen, eine Kaffeespezialität zu genießen und den Kindern beim Spielen mit den Wasserspielen im Südbecken zuzuschauen. Richtig schön wird es aber wohl erst, wenn im kommenden Frühjahr die neuen Lokale am Kleinen Kiel-Kanal geöffnet haben, die 26 neu gepflanzten Bäume in dem Bereich zum ersten Mal Laub bekommen, das Schilf in den „Bodenfiltern“ seitlich der Kanalbecken wächst, der Gastronomiebetrieb auf dem dann neugestalteten Platz am Beginn der Kehdenstraße läuft und wenn in der Abenddämmerung die Beleuchtung in den Geländern der Brücken sich im Wasser des Kleinen Kiel-Kanals spiegelt.kst