Mit Schiff, Schwert und Schild Hunderte Wikinger überfallen vom 12. bis 14. Juli den Eckernförder Südstrand

Am kommenden Wochenende gibt es am Eckernförder Südstrand Hunderte Männer in Rüstung zu bestaunen – dann sind wieder Wikingertage. Foto: Jochen Kunz

Eckernförde. Die Wikingertage zählen zu den größten Wikinger-Veranstaltungen des Nordens. Neben der Traditionsveranstaltung in Schleswig werden erstmalig unzählige Nordmänner vom 12. bis zum 14. Juli in Eckernförde das Südstrandgelände in der Nähe Haithabus – dem Unesco Weltkulturerbe, das vor 1000 Jahren die wichtigste Wikingersiedlung Nordeuropas war – in eine große Wikingersiedlung verwandeln.

Im Mittelpunkt der Wikingertage steht das große Wikingerdorf. Zahlreiche Handwerker und Händler laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Ob Waffenschmiede, Kettenhemdherstellung, Messermacherei, Trinkhornschleiferei, Pfeil- und Bogenbau, Drechslerei, Steinmetz, Lederer, Schildbauer, Färberei oder Lehmofen-Bäckerei: In der Wikingerwelt können alle kleinen und großen Besucher den Stand der Handwerkskunst sehen, erleben, selbst mitwerkeln und sich von der Atmosphäre des großen Dorfes in die Wikingerzeit von vor 1000 Jahren entführen lassen.

Im Zentrum des Wikingerdorfes befindet sich der Kultplatz. Hier können sich die Gäste unter das Wikingervolk mischen und bei allerhand Spektakel wie beispielsweise Feuershows und dem Schabernack der Gaukler vergnügen, ihr Händlerglück versuchen oder ihren Mut bei derben Wikingerspielen testen. Auch der stumpfeste Barbar muss wissen, wie er seine Waffe zu führen hat, wenn er im Kampf überleben will. Auf den Wikingertagen sind genug erfahrene Krieger anzutreffen, von deren Kampfkunst man sich unterhalten lassen kann. In der großen Kampfarena wird bei der Waffenkunde erklärt, welche Waffe sich dabei für welchen Schnitt und welchen Hieb am besten eignet.

Bei den spektakulären Schaukämpfen mit vielen Wikingerkriegern kann der Gast bei den mehrmals täglich startenden Show-Kämpfen den Einsatz der Waffen und das Kriegshandwerk der Wikinger erleben. Kleine und große „Wikis“ können ihre Geschicklichkeit beim Speer-, Axtwerfen und Bogenschießen testen. Das harte Leben des Frühmittelalters mag aus heutiger Sicht vielleicht nicht allzu kinderfreundlich erscheinen, die Wikingertage sind es dafür umso mehr. Im extra für die kleinsten unter den Wikinger-Fans angelegten Kinder-Wikingerdorf können diese auf eine spannende Abenteuer-Reise in die Welt der Wikinger gehen und bei Spielen, Basteleien und dem Puppentheater viel Spannendes über das Leben und die Kultur der sagenumwobenen Nordmänner lernen. Die Wikinger waren Meister des Schiffbaus, hervorragende Seefahrer und mit ihren wendigen und schnellen Langschiffen gingen sie stets auf eine Entdeckungs- und Eroberungsfahrt. Zwei Wikingerschiffe – nach historischer Bauweise rekonstruiert – werden an der Küste des Südstrandes und aufgrund ihrer Größe und Tiefgang am Stadthafen (Zutritt mit gültiger Eintrittskarte) ankern, und wenn der Wind günstig steht, können Gäste auf Segeltörn gehen.

Vor dem Wikingerdorf gibt es den zeitgenössischen Gastronomie- und Händlerbereich, der für jeden Geschmack etwas bietet. An der von Tavernen und einem Wikingermetschiff eingerahmten Musikbühne wird kräftig gefeiert. Bands wie die wohl erfolgreichste Irish-Folk-Pop-Bands des Nordens „Tears for Beers“, „The Nuthouse Flowers“, „MacCabe & Kanaka TRIO“, „The Sally Gardens“, die jährlich in Eckernförde mehrere ausverkaufte Konzerte spielt, sowie die beeindruckende Feuershow der Ladies von Lunatix sorgen für die richtige Wikingerstimmung auf den traumhaft gelegenen Veranstaltungsgeländen direkt am Ufer der Förde.

Freitag 12. Juli, ab 12 Uhr – Familientag zu vergünstigten Preisen – Sonnabend, 13. Juli, ab 11 Uhr und Sonntag, 14. Juli, ab 10 Uhr. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.wikingertage.de