Mit kindertauglicher Hexe Kinder und Jugendliche spielen „Hänsel und Gretel“ in einer Familienversion

Über das Lebkuchenhaus und die Lebkuchenmännchen – lebendig oder aus Pappe – sowie über Zuckerwatte, die rechts hinter der Tür hervolugt, dürften sich besonders die kleinen Zuschauer freuen. Foto: Anne Gothsch

Preetz. Mit „Hänsel und Gretel“ in einer ganz eigenen Fassung bringt die Niederdeutsche Bühne Preetz ein Mitmach-Theaterstück auf die Bühne. Es wurde extra so umgeschrieben und ebenso liebe- wie humorvoll inszeniert, dass sich selbst Dreijährige nicht vor der bösen Hexe fürchten müssen. „Wir wollen schließlich der ganzen Familie einen unvergesslichen Theaterbesuch in der Vorweihnachtszeit bieten“, meint Katharina Glau. Die Uraufführung ist am Sonnabend. 30. November, ab 14.30 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle in Preetz, Lohmühlenweg 34.

Schon seit den Sommerferien studiert das bewährte Weihnachtsmärchen-Team der Niederdeutschen Bühne Preetz (NDB) unter der Leitung von Katharina Glau und Henning Will die Aufführung von „Hänsel und Gretel“ mit zwölf Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 15 Jahren ein.

Vier der zwölf Darsteller stehen dabei erstmals auf der Bühne, sie wurden erst beim Casting im Frühjahr „entdeckt“. Ein Novum ist auch der Erzähler, dessen Part Manfred Lindholm vom NDB-Ensemble übernommen hat. Er führt in die Geschichte der Geschwister Hänsel und Gretel ein und gibt allen Szenen einen Rahmen. „Eine ausgesprochen produktive Neuentdeckung ist außerdem unsere Kostümbildnerin Dagmar Friese, die viele aufwendige Kostüme selbst genäht hat“, berichtet Henning Will. Ebenso lobt er die neue Regieassistentin Ronja Kayser, die viel Kreativität bei den Requisiten bewiesen habe. Eindrucksvoll seien auch die Kulissen von Daniel Jaeger, der außerdem mit so manchem Spezialeffekt überraschen wird.

Etwas aber bereitet dem Team große Sorgen: Die ausziehbare Vorbühne ist marode. Mit ihr lässt sich die Bühnenfläche um rund einen Meter verbreitern, was für Stücke mit aufwendigen Kulissen unabdingbar ist. Die Holzelemente, die wohl noch aus der Zeit um 1930 stammen, müssen dringend erneuert werden. Von der Stadt Preetz gab es dafür zwar schon 500 Euro Zuschuss, aber für die Gesamtkosten von mehr als 3000 Euro sucht die Niederdeutsche Bühne noch Sponsoren. Von der neuen Vorbühne sollen auch alle anderen Kulturprojekte an diesem Standort profitieren.

Weitere Aufführungstermine: an den Sonntagen, 1., 8. und 15. Dezember, jeweils 12.30 und 15 Uhr, sowie an den Sonnabenden 7. und 14. Dezember, 14.30 und 17 Uhr.ago

Kartenpreis: 7 Euro, Bestellung/Kauf: über die Internetseite www.nbpreetz.de, Karten-Telefon 0431/26099412 (Anrufbeantworter), in der Parfümerie des GZL am Preetzer Markt, in der Tourist-Information Preetz, Mühlenstraße, im Konzerthaus Streiber in Kiel und im Citti-Park, Mühlendamm in Kiel.