Legaler Badespaß im Hafen Pünktlich zur Sommerhitze hat die Stadt einen offiziellen Badesteg eröffnet

Noch führt eine provisorische Gangway hinunter zum Badesteg gegenüber dem Camp 24/7. Foto: kst

Kiel. Seit dem gestrigen Freitag gibt es einen offiziellen Badebereich auf dem Westufer der Kieler Innenförde. An der Reventlouwiese, vor dem Camp 24/7, hat die Stadt Kiel in Zusammenarbeit mit Kiel Marketing eine fast 1200 Quadratmeter große, mit Bojen gekennzeichnete Badezone mit Schwimmstegen eröffnet. Badende können die Toiletten des von Kiel Marketing betriebenen Camps 24/7 nutzen und sich auf der Wiese neben dem Camp sonnen.

Bereits im Supersommer 2018 hatten zahlreiche Kieler die schwimmenden Vereinsstege in der Kieler Innenförde genutzt, um sich auf ihnen zu sonnen und von ihnen aus ins Wasser zu springen. Offiziell ist das Baden im gesamten Hafenbereich, zu dem die Innenförde zählt, allerdings verboten. Der Sommer 2018 zeigte aber, dass offenbar ein großer Bedarf für eine innenstadtnahe Badegelegenheit an der Kielline besteht. Dem trägt die Stadt Kiel mit der Einrichtung des Areals Rechnung. Innerhalb des mit Bojen gekennzeichneten Gebiets ist das Badeverbot offiziell aufgehoben. Im übrigen Bereich der Innenförde gilt es aber weiterhin.

Nach Angaben der Stadt hatten die Vorbereitungen für die Eröffnung länger als erwartet gedauert. Unter anderem musste der gesamte Badebereich zunächst vom Kampfmittelräumdienst auf möglicherweise vorhandene Munitionsreste und Blindgänger untersucht werden. Damit der neue Badesteg trotzdem noch in der Badesaison eröffnet werden konnte, ist er zunächst provisorisch über eine nicht barrierefreie Gangway von der Kiellinie aus erreichbar. Bis zur Saison 2020 soll ein anderer, barrierefreier Zugang gebaut werden. Da das Wasser in dem gesamten Bereich zu tief zum Stehen ist, dürfen nur Schwimmer den Badebereich nutzen. Die Gesamtkosten für den Badesteg inklusive der geplanten rollstuhltauglichen Rampe werden von der Landeshauptstadt Kiel mit 180.000 Euro angegeben.