Klinik Preetz eröffnet neue Intensivstation

Stationsleiterin Marion Meng-Krause und Oberarzt Dr. Bartosz Anuszkiewicz loben die Ausstattung der neuen Intensivstation. Unter anderem verfügt jetzt jedes Bett über einen Deckenlifter. Foto: kib

Die neuen, hochmodern ausgestatteten Patientenzimmer sind auch für isolationspflichtige Fälle geeignet

Preetz. „Intensivmedizin auf höchstem Niveau“ nennt Stephanie Ladwig, Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Plön, was im April in der Klinik Preetz an den Start geht. Auf der neuen Intensivstation stehen Patienten jetzt sechs Einzelzimmer und ein Zweibettzimmer zur Verfügung. Außerdem weitere vier Intermediate-Care-Betten für Patienten, die keiner Intensivpflege bedürfen, die aber nicht fit genug für die Normalstation sind. Eineinhalb Jahre hat der Umbau gedauert, die Kosten des Projekts belaufen sich auf 12,7 Millionen Euro, zehn Millionen kommen vom Land. In einem zweiten Bauabschnitt erfolge jetzt die Modernisierung der zentralen Aufnahme und des Funktionsbereichs inklusive der Platzierung der Anlaufpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in zentraler Lage im Erdgeschoss. Diese Arbeiten werden nach aktueller Planung in etwa einem Jahr abgeschlossen sein.

„Intensivmedizinisch sind wir eine Insel“, lobt Dr. Bartosz Anuszkiewicz, Oberarzt in der Inneren und zuständig für die Intensivstation, die Ausstattung, „mit der Schleuse vor jedem Zimmer, die auch die Hygieneanforderungen der Zukunft erfüllt. Mit den Deckenliftern, die es uns ermöglichen, die Patienten so früh wie möglich zu mobilisieren.“ Die Zahl der Einzelzimmer sei ein Gewinn auch im Hinblick auf isolationspflichtige Fälle. „Auf der alten Station mussten wir für einen solchen Fall oft ein Zweibettzimmer sperren“, so Anuszkiewicz. Und die vier Intermediate-Care-Betten seien bei Bedarf rasch in zusätzliche Intensivbetten zu verwandeln. Doppeltüren reduzieren die akustische Belastung für die Patienten. Alle Betten sind zudem mit Fernsehen und Internetzugang ausgestattet.

500 bis 1000 Intensivpatienten versorge die Klinik Preetz jedes Jahr. Nach einer OP liegen Patienten etwa 24 Stunden zur Überwachung dort, schwer Kranke mit Sepsis oder Lungenentzündung auch mal bis zu 14 Tage. Und nicht nur die Technik sei aufgerüstet, sondern auch das Personal werde von den bisher 15 Stellen auf rund 25 aufgestockt, berichtet Pflegedienstleiter Haiko Taudien. „Mit vier bis fünf Pflegekräften pro Schicht gewährleisten wir eine sehr gute Betreuung“, ergänzt Anuszkiewicz. Mit den Monitoren der neuen Intensiv-Zentrale sei es zudem in Zukunft möglich, nicht nur die Intensivbetten zu überwachen, sondern auch Patienten mit mobilem Monitoring, darunter die Herzkatheter-Patienten. Für noch mehr Sicherheit werden künftig außerdem digitale Laufbänder im Flur Alarme übertragen. kib