Gute Ideen für eine bessere Umwelt

Bad Segeberg. Die Zukunft kann nur gut werden bei all den engagierten jungenLeuten und ihren innovativen Ideen – so lautet das Fazit des Programms „Jugendgestaltet nachhaltige Zukunft“.

Sieben Arbeitsgruppen stellten kürzlich in der Mensa der Dahlmannschule ihre Ideen füreine nachhaltige Zukunft vor. Drei Tage lang hatten sie an diversenTeilaspekten gearbeitet – von der Mülltrennung über fair hergestellte Kleidungbis hin zu Energiegewinnung. Etwa 2400 Schüler in Schleswig-Holstein stelltensich den Problemen, die mit dem verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcenzu tun haben. An der Dahlmannschule koordinierte Matthias Schinzel, Lehrer fürWirtschaft und Politik, die Arbeit der Mittel- und Oberstufenschüler. DiePräsentation wurde von Pia Peters und Falk-Ringo Finger souverän moderiert.„Für mich bedeutet Nachhaltigkeit Zukunft“, erklärte Falk-Ringo Finger. „Wirhaben uns sehr angestrengt und würden uns freuen, wenn möglichst viele Konzepteumgesetzt werden.“

Mit wenig Aufwand die Umwelt schützen

So warb die für Digitalisierung zuständige Arbeitsgruppe für den flächendeckendenEinsatz von iPads im Unterricht – quasi als Ersatz für Bücher und Arbeitshefte.„Wir haben als Schüler viel weniger zu tragen“, sagte Sergey Babaev. Auch seienTablets viel umweltschonender als Papier. Für die Herstellung von 500 BlattKopierpapier werden 7,5 Kilogramm Holz, 130 Liter Wasser und 26,8Kilowattstunden Energie benötigt. Ein weiteres Thema: Abfallmanagement. An derDahlmannschule wird bisher der Müll nicht getrennt. Der Plan der Schüler:dreiteilige Mülleimer in den Klassen aufstellen. Statt zehn Restmüllcontainer,die monatlich 1260 Euro kosten, soll es künftig fünf Papier-, vier Restmüll-und vier Biotonnen geben. Kostenpunkt: 872 Euro. Jährlich ergibt das eineErsparnis von fast 4700 Euro. Eine weitere Gruppe befasste sich mitnachhaltiger Kleidung, die ohne Kinderarbeit auskommt und faire Löhnebeinhaltet. Zum Vergleich: Ein nicht faires Outfit kostet 125 Euro, das fairePendant ist mit 145 Euro nicht viel teuer. Emilia Friesel: „Ein paar Euro mehr,mit denen man soviel ändern kann.“ Neben einem Sticker als Anreiz zurkonsequenten Mülltrennung in der Region kamen auch die Verbesserung desöffentlichen Personennahverkehrs, das Energiesparen auf regionaler Ebene und ander Dahlmannschule zur Sprache. Lara Severt, Janne Trapp, Fabian Steinert undKim Papenburg machten sich für die vor einigen Jahren schon einmal angedachteInstallation einer Fotovoltaikanlage auf den Schuldächern stark. Die Schuleverbrauche jährlich 140 Megawattstunden, die Stadt als Schulträger zahle dafür30.000 Euro. Mit Sonnenkollektoren auf dem B- und C-Trakt ließe sich ein großerTeil des Stroms eigenständig erzeugen. Von dieser Idee war auch der städtischeKlimaschutzmanager Ben Colin Matthies sehr angetan. „Die Fotovoltaikanlage hatgute Aussicht auf Erfolg.“ stm