Ente gut, alles gut

Auch Susanne Hügel (v.li.), Jutta Renner und Ingrid Polster vom Lions Club Kieler Sprotten halfen, die Renn-Enten für den Verkaufsstart verkaufsbereit zu machen. Foto: kst

Die zweite Partie ist da – Verkauf der Renn-Enten kann Anfang März starten

Kiel. Kurz sah es so aus, als wäre das diesjährige Entenrennen der Kieler Lions-Clubs und der Leos in Gefahr. Denn als Anfang Januar der riesige Containerfrachter „MS Zoe“ in schwerer See und Sturm etliche Container verlor, war auch der darunter, in dem die 10.000 Kieler Renn-Enten auf dem Weg von China nach Europa waren. Glück im Unglück: Der Händler, über den die Rennleitung die Enten kaufen wollte, hatte noch 9200 ganz leicht andere Gummi-Enten vorrätig. Die noch fehlenden 800 Enten dieses Typs sind jetzt wiederum in China bestellt und werden voraussichtlich Ende April in Kiel eintreffen. Die Renn-Enten dieses Jahres haben etwas ausgeprägtere Flügel als das Modell der Vorjahre. „Ich finde die viel schöner als die anderen“, sagte Susanne Hügel vom Lions-Club Kieler Sprotten. Sie war eine von zahlreichen Helfern, die nach weiteren zeitlichen Verzögerungen vor wenigen Tagen endlich mit dem Eintüten der Enten beginnen konnten. Jede Ente wird dabei mit einem seewasserfesten Nummernaufkleber versehen und kommt zusammen mit einem Teilnahmeschein und den Spielregeln in eine Tüte. Diese Sets werden dann ab Sonnabend, 2. März, wieder vor allem bei Karstadt in Kiel und im Kieler Citti-Park verkauft. Aus den Verkaufserlösen decken die Lions und Leos ihre Kosten. Was übrig bleibt, fließt zusammen mit zahlreichen weiteren Spenden in den Topf, den die Veranstalter jedes Jahr für einen guten Zweck spenden. Meist kommen etwa 50.000 Euro dafür zusammen. Insgesamt konnten die Lions und Leos als Ergebnis der vorangegangenen 13 Entenrennen 810.000 Euro spenden. In diesem Jahr schwimmen die Enten im Rahmen des Kids-Festivals am Sonntag, 12. Mai, zugunsten der „Familienpaten“-Projekte vom Kieler Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes.

Mit den Projekten „Mutmachen“, „Boxenstopp“ und „Auszeit“ hilft der Kinderschutzbund Kiel ganzen Familien oder psychisch erkrankten Eltern von Kleinkindern sowie Kindern und Jugendlichen, die kranke Angehörige betreuen.

Dass die Enten für die Rennen jedes Jahr neu gekauft und nicht wiederverwendet werden, hat übrigens gute Gründe, wie Lions-Sprecherin Marlis Halft erklärt: „Viele Leute verzieren ihre Ente. Außerdem sind die nach dem Rennen so verschmutzt, dass wir jede Ente einzeln schrubben müssten“, sagt sie. Die aufgedruckte Jahreszahlen auf den Rennenten machen sie inzwischen zu Sammlerstücken. Nach dem Rennen kippen die Helfer eine große Zahl der Enten zum Mitnehmen an Land. „Die Leute stürzen sich förmlich darauf“, sagt Marlis Halft. Die übrigen Enten werden eingelagert und auf Anfrage zum Beispiel an Kindergärten und Vereine verschenkt. Und wenn die Helfer die Renn-Enten der aktuellen Saison verkaufen, haben sie auch immer einen oder zwei Kartons voller Vorjahres-Enten dabei, die nebenbei mit verkauft werden – alles für den guten Zweck. kst

Infos zum Rennen unter www.entenrennen-kiel.de