Ein Narr, der ans Gute glaubt

Seit 34 Jahren spielt Theaterchef Tadeusz Galia am Polnischen Theater Kiel nun schon die Rolle des Gimpel. Foto: Polnisches Theater

Nach Bitten der Zuschauer: „Gimpel der Narr“ ist zurück

Kiel. Seit dieser Woche zeigt das Polnische Theater Kiel, Düppelstraße 61a, für sechs Vorstellungen jeweils ab 20 Uhr Isaac B. Singers „Gimpel der Narr“. Seit 34 Jahren schlüpft Theaterchef Tadeusz Galia in die Rolle des liebenswerten Narren, bringt die Zuschauer zum Lachen und rührt sie zu Tränen.

„Gimpel der Narr“ ist die Geschichte eines einfältigen Mannes, der sich in seiner Gutgläubigkeit von seinen Mitmenschen ausnutzen und verspotten lässt. Er geht ein Leben lang auf das böse Spiel der anderen ein und lässt sich demütigen, ohne jemals den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren. Wenn er nicht weiter weiß, holt er sich Rat bei seinem Rabbi. Der aber speist ihn mit edlen Weisheiten ab, die dem Gimpel kaum helfen können: „Der Glaube ist wohltätig schon in sich selbst. Es steht geschrieben, dass ein guter Mensch von seinem Glauben lebt.“ So bestätigt der Rabbi den armen Gimpel in seinem selbstlosen Duckmäusertum, anstatt ihm zu einem gesunden Egoismus zu verhelfen.

Nach vielen Anfragen schickt das Polnische Theater den „Gimpel“ in diesem Jahr also noch einmal auf die Bühne. Termine: heutiger Sonnabend, 9. November, sowie Donnerstag bis Sonnabend, 14. bis 16. November, jeweils ab 20 Uhr.

Karten gibt es unter Tel. 0431/804099 oder im Internet unter www.polnisches-theater-kiel.de