Ein fast unbekanntes Genie

Die Stirling-Maschine ist vielleicht nicht so berühmt wie der Otto-Motor oder die Dampfmaschine – im Maschinenmuseum gibt es morgen trotzdem eine Menge zu sehen. Foto: Maschinenmuseum

Im Maschinenmuseum dreht sich alles um Robert Stirlings Heißluftmaschine

Kiel-Wik. Der geheimnisvollen Maschine eines schottischen Pastors widmet sich das Maschinenmuseum Kiel-Wik, Am Kiel-Kanal 44, am morgigen Sonntag, 17. März, von 11 bis 17 Uhr.

1816 meldete der schottische Geistliche Robert Stirling das Patent für eine neue Wärmekraftmaschine, eine sogenannte Heißgasmaschine an. Diese „Feuermaschine“ kam ohne die damals noch sehr gefährlichen Dampfkessel aus und arbeitete lediglich mit heißer Luft. Doch anders als die Dampfmaschine, der Otto- oder der Dieselmotor konnte sich diese geradezu geniale Erfindung nie recht durchsetzen. Auch heute ist die Stirling-Maschine eher etwas für Insider und in der Alltagstechnik kaum anzutreffen. Was verbirgt sich hinter diesem geheimnisvollen Wärmemotor wirklich?

Das Maschinenmuseum zeigt in einer Sonderausstellung ausgewählte Stirling-Maschinen und gibt in eindrucksvoller Weise Einblicke und Einsichten in diese Technik. Zum Einsatz kommt unter anderem eine für Deutschland einmalige, über 100 Jahre alte Heißluftmaschine, die zur Wasserförderung verwendet wurde. Als absolute technische Rarität zeigt das Maschinenmuseum das legendäre Philips Stromaggregat 102C mit einer Leistung von 200Watt aus dem Jahre 1952. Und dass die Heißluftmaschinen früher sogar einmal Kinderherzen erfreuten, beweisen einige Originale von Spielzeugmaschinen aus längst vergangenen Zeiten.

Geschichte, Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und Zukunft des Stirling-Motors werden in spannenden Experimentalvorträgen verdeutlicht. Aber auch kuriose Maschinen wie zum Beispiel ein Handwärmemotor laden zum Staunen und Nachdenken ein. Am Spieltisch für Kinder können mechanische „Wunderwerke“ selbst gebaut, ausprobiert und in Gang gesetzt werden.

Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht.