Aus dem Rollstuhl in den Ballon

Robert Bessel hat zur Ballon Sail auf dem Nordmarksportfeld einen Ballonkorb mitgebracht, der auch Rollstuhlfahrern, anderen körperlich beeinträchtigten Personen und Senioren die Möglichkeit zur Ballonreise bietet. Foto: Thorben Bull

Bei der Balloon Sail gibt es erstmals einen Ballonkorb für körperlich Beeinträchtigte

Kiel. Über die Kante in einen Ballonkorb zu klettern, ist nicht für jeden Menschen machbar. Auch nicht, während der ganzen Fahrt im Korb zu stehen. Der Ballonfahrer Robert Bessel bietet für Passgiere mit körperlichen Beeinträchtigungen zur Balloon Sail der Kieler Woche eine Besonderheit an: Einer seiner Ballons verfügt über eine Tür und einen fest installierten, bequemen sowie leicht erhöhten Stuhl, der an Sitze aus dem Motorsport erinnert. Dank dieser Ausstattung können Rollstuhlfahrer, andere körperlich beeinträchtigte Personen oder auch Senioren, denen das lange Stehen schwerfällt, eine Ballonreise antreten. Normalerweise ist es üblich in Ballonkörbe hineinzuklettern. „Wir haben schon öfters Anrufe von potentiellen Kunden bekommen, die gefragt haben, ob man bei uns Klettern muss“, berichtet Robert Bessel. Ballone in Deutschland samt Tür und einer Sitzgelegenheit sind eine Rarität. „Es handelt sich bei Ballon, Korb und Stuhl um ein turnusgemäß abgenommenes Produkt. Die sogenannte Jahresnachprüfung ist durch das Luftverkehrsgesetz vorgeschrieben“, erklärt Robert Bessel. Den eigenen Rollstuhl mit auf die Reise zu nehmen, ist nicht möglich. Denn jeder Rollstuhl ist anders konzipiert, sodass es eventuell gar nicht gewährleistet ist, diesen im Korb zu fixieren. Wegen der geringen Sitzhöhe ist der Blick aus dem Ballonkorb heraus schwierig. Mit seinem Besonderen Ballonkorb löst Robert Bessel diese Probleme. tbu

Wer erfahren möchte, ob es noch eine Mitfahrgelegenheit bei Robert Bessel oder einem der anderen Ballone auf dem Nordmarksportfeld giebt, kann beim Team vom Ballon Sail unter Tel. 0431/685473 nachfragen.