Auf zu neuen Ufern

Im Beisein von rund 200 Gästen durchschneiden Archtiekt Martin Reichardt und Einrichtungsleiterin Grit Petzold das grüne Band zum Übergang in den Erweiterungsbau. Foto: vmn

Einweihung der Pflegeoase im Haus Dänischer Wohld

Osdorf. Nach nur rund einem Jahr Bauzeit konnten Architekt Martin Reichardt und Einrichtungsleiterin Grit Petzold in der vergangenen Woche endlich das grüne Band am Übergang zum Erweiterungsbau der Fachpflegeeinrichtung Haus Dänischer Wohld in Osdorf durchschneiden und somit die neue Pflegeoase mit angrenzender Palliativstation und gerontopsychiatrischen Bereich einweihen.

„Wir werden immer älter, der Bedarf an Pflegeplätzen ist riesengroß, in den kommenden 30 Jahren werden wir noch bis zu 6000 solcher Einrichtungen bundesweit benötigen“, orakelte Reichardt, bevor er stolz den Bauherren, eine 30-köpfige Eigentümergemeinschaft, sowie der Einrichtungsleiterin den Anbau übergab. Denn: Es ist alles termin- und kostengerecht fertig geworden. Nur auf dem Außengelände rollten während der feierlichen Eröffnung mit über 200 Gästen noch ein paar kleine Bagger. Das sieben-Millionen-Euro-Projekt ist ein absolutes Novum für die Pflege in der Region, denn eine Pflegeoase, wie sie hier entstanden ist, gab es bisher noch nicht.

Hier leben in einem besonderen Wohnbereich Menschen mit schwerer Demenz (Pflegegrad 5) auf 200 Quadratmetern in einem offenen und sehr viel Nähe bietenden, aber dennoch geschützten Bereich mit einer kommunikativen Mitte, verschiedenen Individualbereichen sowie Rückzugsräumen. Ein individuell an die Bedürfnisse der Bewohner angepasstes Betreuungskonzept, inklusive speziellem Ernährungskonzept und vielen anderen Extras wie beispielsweise Aromatherapie, machen das Leben hier so wertvoll für die Bewohner. „Ich bin sehr glücklich, dass wir diesen Bereich geschaffen haben, es ist ein absolutes Herzensprojekt von mir“, so Petzold.

Im ersten Stockwerk sind schöne, helle Pflegezimmer entstanden mit viel Platz für die Bewohner und einem durchdachten Farbkonzept, das die Bereiche voneinander trennt. Sowohl die Palliativstation als auch der gerontopsychiatrische Bereich verfügen über eine Pantryküche, einen lichtdurchfluteten Aufenthaltsbereich zum Lichthof hingewandt sowie eine Basisstation mit Counter und Personalbereich für die Pflegekräfte. Jeweils zwei Zimmer sind durch ein barrierefreies, modernes Duplexbad verbunden.

Die Notwendigkeit zur Erweiterung der Fachpflegeeinrichtung mit bisher 105 Pflegeplätzen zeichnete sich in den vergangenen Jahren ab – die Nachfrage nach einer intensiven Betreuung von Menschen mit einer schweren Form von Demenz steigt ständig. Jetzt stehen in der Osdorfer Fachpflegeeinrichtung 158 Plätze zur Verfügung, davon 17 auf der Palliativstation, 24 auf der gerontopsychiatrischen Station und acht in der Pflegeoase. „Bei uns steht die Menschenwürde im Mittelpunkt, hier darf jeder so sein, wie er ist und soll sich wohlfühlen. Wenn wir das geschafft haben, dann ist unser Konzept aufgegangen“, so Grit Petzold. vmn