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Kind und Pony: Bitte kein vorschneller Kauf!

„Bitte, bitte – bekomme ich ein Pony?“ Wer kann bettelnden Kinderaugen schon widerstehen – selbst wenn das ersehnte Pony gar keinen Platz auf dem Balkon hat? Liebende Eltern sehen sich dann nach einem Pferdchen und einer Box im Reitstall um. Doch ein Pony-Kauf sollte nicht vorschnell passieren, denn da kommt einiges auf den Pferdebesitzer zu. Und: Das Pony ist relativ bald wieder out, wenn das Kind zu schwer für das kleine Pferd wird.

Das Kind wird schnell zu schwer fürs Pony

Die Größe des Pferdes macht schon klar: Ein Pony kann vom Kind nur begrenzte Zeit geritten werden. Eines Tages wird der Nachwuchs zu groß und dann auch zu schwer sein. Dieser Tag kommt eher als gedacht, denn Kinder wachsen schnell. Doch was ist zu schwer für ein Pony? Der Reiter sollte nicht mehr als zehn oder 15 Prozent des Ponygewichts auf die Waage bringen. Das ist bei einem Shetlandpony mit rund 230 Kilogramm Gewicht schneller erreicht als bei einem Deutschen Reitpony mit zirka 350 Kilogramm.

Was tun mit einem Mini-Pferd ohne Reiter?

Ziemlich bald nach dem Pony-Kauf kann also die Frage auftauchen: Wohin mit dem Mini-Pferd? Doch das ist nicht das Schlimmste: Inzwischen hat eine soziale Bindung stattgefunden, und eine Trennung vom zu kleinen Pony schmerzt nicht nur den Menschen, sondern auch das Tier. Gut, man kann ein großes Pferd kaufen und den kleinen Kerl zusätzlich behalten – aber das ist teuer, und das Pony wird trotzdem womöglich zu wenig bewegt und beschäftigt. Schon ist er da: Der Moment, in dem man den Pony-Kauf bereut.

Anschaffung und Box sind teuer

Wer mit einem Pony-Kauf liebäugelt, sollte sich auch vor Augen halten, was damit einhergeht: So ein Tier kostet etwa 1500 bis 5000 Euro. Je nach Lage, Stall und Service kann eine Box monatlich 150 bis 400 Euro Kosten verursachen. Gut, wenn da schon Wasser, Heu und Stroh inbegriffen sind und nur noch das Zusatzfutter extra bezahlt werden muss.

Monatlich kommen weitere Kosten hinzu

Routine-Behandlungen und Impfungen kosten beim Tierarzt ungefähr 200 Euro im Jahr – kommt dann noch eine Erkrankung dazu, erhöht sich der Betrag für den Tierarzt und die Medizin natürlich. Der Hufschmied will natürlich ebenfalls Geld für seine Dienste, und eine Haftpflichtversicherung für monatlich wenigstens 50 Euro ist auch noch nötig.

Auch Ausrüstung und Unterricht kosten Geld

Merkst Du etwas? Da fehlen noch ein paar Ausgaben. Schließlich brauchen Pony und Reiter eine Ausrüstung vom Pflegezubehör über Reitkleidung bis hin zu Sattel, Zaumzeug und anderem Zubehör. Außerdem empfiehlt es sich, durchaus Reitunterricht zu nehmen, denn von nichts kommt bekanntlich nichts. Summa summarum können da noch ein paar Tausend Euro zusammenkommen.

Die Reitbeteiligung als vernünftige Lösung

Zählt man das alles zusammen und hat dann auch noch das Wohl des Ponys im Auge, dann kommt eigentlich nur die Reitbeteiligung als vernünftige Lösung in Frage. Dabei teilen sich dann zwei oder auch mehr Personen die Kosten. Bestenfalls kann man mit günstigen 50 Euro pro Monat wegkommen, aber es können auch mal die 150 Euro überschritten werden. Und das ist doch wesentlich günstiger als ein Pony-Kauf.

Ein Pony im Reitstall „mieten“

Wer sich nach einer Reitbeteiligung umsieht, der sollte im Reitstall oder bei den Pony-Besitzern auch nachfragen, ob es in der Familie oder im Freundeskreis vielleicht weiteren Nachwuchs gibt, der eines Tages die Reiter-Nachfolge antreten könnte. So wird die Reitbeteiligung quasi an das nächste Kind weitergereicht. Vielleicht findet sich ja auch ein Reitstall, der generell Ponys „vermietet“. Diese Ponys haben dann im Reitstall ein Zuhause auf Dauer, die Reiter wechseln, und man kann das Pferdchen dort auch noch besuchen, wenn man schon zu groß für das Pony geworden ist.