Fürs Böllern gelten Regeln

Am Kieler Hafen wurde das neue Jahr ausgelassen gefeiert. Besonders rund um die Hörn trafen sich viele Menschen und begrüßten das neue Jahr mit Feuerwerk, Sekt und guter Laune. Die Besatzungen der Schiffe hatten das neue Jahr mit lautem Gedröhne der Typhone begonnen. Foto: Frank BehlingAm Kieler Hafen wurde das neue Jahr ausgelassen gefeiert. Besonders rund um die Hörn trafen sich viele Menschen und begrüßten das neue Jahr mit Feuerwerk, Sekt und guter Laune. Die Besatzungen der Schiffe hatten das neue Jahr mit lautem Gedröhne der Typhone begonnen.

Je nach Kommune gibt es auch besondere Einschränkungen

Kiel / Eckernförde / Plön. Vielen ist es ein Dorn im Auge, dass in der Silvesternacht sehr viel Geld in Form von Böllern und Raketen sinnfrei in die Luft gejagt wird, für viele andere gehört ein anständiges Feuerwerk aber unbedingt zum Jahreswechsel dazu. Für alle, die sich seit gestern mit Feuerwerksartikeln eindecken, gelten aber natürlich auch in diesem Jahr wieder ein paar wichtige Regeln:

Feuerwerkskörper der Klasse II dürfen nur von Erwachsenen gekauft werden. Abbrennen dürfen diese Feuerwerkskörper auch nur Erwachsene und zwar nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Aber auch an diesen beiden Tagen muss auf die Nachbarschaft Rücksicht genommen werden. So sind Lärmbelästigungen durch Knallerei zum Jahreswechsel außerhalb der üblichen Zeiten nicht erlaubt.

In der Nähe von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen sollte in der Silvesternacht aus Lärmschutzgründen nicht geknallt werden. Auch Menschen mit Fluchterfahrungen können sensibel auf die Feuerwerkskörper reagieren. Zum Schutz der Wasservögel ist die Knallerei in städtischen Parks mit Wasserflächen wie dem Kieler Schrevenpark verboten. Auch in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebäuden und Stallungen ist es verboten, Feuerwerkskörper abzubrennen.

Außerdem dürfen Raketen und Böller nicht im Umkreis von 200 Metern von brandgefährdeten Gebäuden, zum Beispiel reetgedeckten Häusern, angezündet werden.

Darüber hinaus gibt es je nach Kommune unter Umständen zusätzliche Einschränkungen. In Eckernförde zum Beispiel gilt bereits seit zehn Jahren ein komplettes Feuerwerksverbot auf dem Petersberg.

In Plön ist auch in der Nähe von Kirchen und Altenheimen das Abbrennen von Feuerwerk ausdrücklich verboten.

Die Feuerwehr warnt eindringlich davor, Knallkörper abzubrennen, die in Deutschland keine Zulassung haben. Beim Kauf sollten Verbraucher daher unbedingt auf das deutsche Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) achten. Raketen, Böller und Fontänen sollen nur im Freien verwendet werden. Besondere Gefahr geht vom unsachgemäßen Umgang mit Raketen aus. Wenn die Flugkörper auf Balkonen oder in Kellerschächten landen, können sie dort Brände auslösen. Deshalb sollten Fenster und Türen während der Silvesternacht geschlossen sein und brennbare Gegenstände von Balkonen entfernt werden. Brennende Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt bleiben. In Schleswig-Holstein ist es zudem verboten, sogenannte Himmelslaternen steigen zu lassen.

Die Stadt Kiel weist außerdem darauf hin, dass diejenigen, die Straßen und Bürgersteige mit Feuerwerksresten verschmutzen, diese auch wieder beseitigen müssen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Böllerreste so weit abgekühlt sind, dass sie in der Mülltonne kein Feuer mehr entfachen können.

In Kiel wird auch am Neujahrstag 2019 wieder eine Gruppe der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft mit gutem Beispiel vorangehen und mit Unterstützung des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel (ABK) entlang der Kiellinie Silvesterabfälle einsammeln, die andere achtlos haben liegen lassen.

Wenn es doch zu einem Unglücksfall kommt, gilt: Ruhe bewahren und Hilfe über die Notrufnummer 112 holen.