Die bunte Welt in einem Ei

Die Dauerausstellung widmet sich noch bis 2020 der Blütezeit Eutins um 1800. Foto: Ina Steinhusen

Im März starten zwei neue Sonderausstellungen im OH-Museum

Eutin. In seiner Frühjahrsausstellung widmet sich das Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1 in Eutin, ab dem 1. März anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Eutiner Ostereiermarktes und des spätgelegenen Osterfestes einem unterhaltsamen wie faszinierenden Thema rund ums Ei. Edda Henschel aus Hamburg gestaltet in Hühner- und Gänseeiern mit Humor und Geschick detailverliebte Miniaturwelten des alltäglichen Lebens mit Einkaufsläden, Künstlerateliers, befahrenen Alleen, Museen, Parkanlagen, Friedhöfen und vielem mehr. Dabei stellt sie die überraschten Besucher immer wieder vor die Frage: Wie macht sie das? Die Ausstellung im Dachgeschoss ist bis zum 28. April zu sehen.

Am 3. März startet eine weitere Sonderausstellung zu Oskar Kokoschka. Kokoschka war ein einflussreicher Vertreter des Expressionismus und der Wiener Moderne und gehört zu den bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Kokoschka auf Reisen“ zeigt rund 150 Zeichnungen und Grafiken aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe, die auf zahlreichen Reisen des Künstlers unter anderem nach Italien, Hamburg und Berlin, Griechenland, Nordafrika, New York, London und Jerusalem entstanden. Sie sind wichtige Zeugnisse des großen Einflusses dieser Reiseerlebnisse auf Kokoschkas künstlerisches Werk. Die AUsstellung ist bis zum 16. Juni zu sehen.

In der ständigen Ausstellung im Obergeschoss des ehemaligen Marstalles findet sich der thematische Schwerpunkt „Eutins Blütezeit um 1800“, als Eutin als Nebenresidenz des Herzogs von Oldenburg ein geistig-kulturelles Zentrum im deutschsprachigen Raum war. Schwerpunkte der Dauerausstellung bilden Exponate und Schriften zu bekannten Dichtern und Denkern der Zeit. Besonderes Augenmerk verdienen darüber hinaus die bildkünstlerischen Werke von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Des Weiteren wird mit Eutiner Silber und Zinn – den sogenannten Tischbein-Öfen – und Stockelsdorfer Fayencen das historische Kunsthandwerk des 17. bis 20. Jahrhunderts in der Region präsentiert. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die ostholsteinische Landschaftsmalerei dar, die mit einer Vielzahl von Werken bekannter Künstler – wie beispielsweise – Hinrich Wrage in der Dauerausstellung gezeigt wird.

Der Rundgang durch die Dauerausstellung ist übersichtlich und ansprechend gestaltet. Wandtexte und weiterführende Literatur geben dem Besucher zusätzliche wissenswerte Informationen zu den ausgestellten Exponaten. Außerdem können Besucher an der Kasse einen Fragebogen für Kinder bestellen, der spielerisch und unterhaltsam den Weg durch diese Ausstellung begleitet. Der Eintritt ins Ostholstein-Museum kostet 5, ermäßigt 2,50 Euro.