Sechs Gründe, weshalb Sie Ihr Haustier kastrieren lassen sollten

Young kind and careful veterinary doctor in uniform shaking paw of labrador dog before medical examination

Kastration – was bedeutet das überhaupt? Damit sich Tiere nicht mehr vermehren können, werden ihnen die Keimdrüsen in einer Operation entfernt. Bei Rüden und Katern sind das die Hoden, bei Katzen und Hündinnen die Eierstöcke.Wann genau und ob Sie Ihr Haustier überhaupt kastrieren lassen können, müssen Sie in jedem Fall zunächst mit einem Tierarzt besprechen.Welche Vorteile eine Kastration für Tiere und Halter hat:
1. Kastrieren verringert die Überpopulation
Schätzungen zufolge leben auf Deutschlands Straßen etwa zwei Millionen streunende Katzen – die Samtpfoten wurden entweder ausgesetzt oder sind Nachkommen ausgesetzter Katzen. Damit nicht auch noch freigehende Hauskatzen zu einem weiteren Anstieg der Überpopulation beitragen, sollten sie auf jeden Fall kastriert sein.„Eine flächendeckende Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen gilt als einzige nachhaltige Lösung gegen die Katzen-Überpopulation“, erklärt „Peta“. Die Tierschutz-Organisation rechnet vor, dass eine einzige nicht kastrierte Katze und ihre Nachkommen in nur sieben Jahren rein rechnerisch 370.000 Katzen in die Welt setzen könnten.2. Kastrierte Tiere streifen weniger umher
Ein zweiter Effekt nach der Kastration: Weil dadurch der Fortpflanzungstrieb und die damit verbundene Partnersuche weniger wird, streifen kastrierte Kater oder Rüden auch weniger umher. Die Tiere sind dadurch vor einigen Gefahren sicher, die ungewünschtes Streunern mit sich bringen – etwa Verkehrsunfälle, Abschüsse durch Jäger, Infektionskrankheiten oder Verletzungen durch Revierkämpfe.3. Aggressive Tiere können dank Kastration ruhiger werden
In der Pubertät, wenn männliche Hunde und Katzen unter dem Einfluss des Sexualhormons Testosteron stehen, verhalten sie sich oftmals aggressiver. Eine Kastration kann genau das verhindern, da die Ausschüttung des Hormons durch die Entfernung der Hoden verringert wird. Rüden und Kater können dann ruhiger werden und laufen auch weniger Gefahr, sich bei Revierkämpfen zu verletzen.4. Kastrierte Hunde und Katzen haben eine höhere Lebenserwartung
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie möglichst lange Zeit mit Ihrem Haustier verbringen können, wächst durch eine Kastration. Dadurch steigt bei Hündinnen die Lebenserwartung „Peta“ zufolge um etwa ein Jahr, bei Katzen um vier und bei Katern sogar um bis zu fünf Jahre. Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass kastrierte Kater weniger umherstreifen und dabei verletzt oder krank werden könnten.5. Kastrieren senkt das Krebsrisiko
Ein weiterer Vorteil für die Gesundheit Ihres Vierbeiners: Durch eine Kastration sinkt das Risiko für weibliche Hunde und Katzen an Brustkrebs oder Gebährmutter-Entzündungen zu erkranken. Bei Rüden und Katern gilt das für Prostatakrebs.6. Kastrierte Tiere markieren weniger häufig ihr Revier
Unkastrierte Katzen, Kater und Rüden markieren häufig und in kurzen Abständen ihr Revier mit Urin. Dieses Verhalten setzt in der Pubertät ein und wird durch eine Kastration deutlich reduziert.Wer seine Katze nicht kastrieren lassen möchte, oder für wessen Katze das ein Risiko darstellen könnte, sollte sein Tier nicht ins Freie lassen. Dazu fordert „Peta“ auf, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunern zu verhindern. Welche Faktoren bei der Entscheidung Freigänger oder Wohnungskatze außerdem eine Rolle spielen, lesen Sie in unserem Online-Magazin: www.deine-tierwelt.de/magazin