Freude, Angst, Schmerzen: Darum bellen Hunde wirklich

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Ob vor Freude, aus Angst oder vor Schmerzen – das Bellen eines Hundes kann viele Gründe haben. Nur wenn Hundehalter sie kennen, können sie auf die Bedürfnisse des Vierbeiners auch richtig eingehen. DeineTierwelt erklärt, warum Hunde bellen.

Der Hund freut sich, Sie zu sehen

Der offensichtlichste Grund: Ihr Hund begrüßt Sie mit seinem Bellen und freut sich, dass Sie wieder zu Hause sind. Für Ihren Vierbeiner ist das eine Form der Kontaktaufnahme. In einigen Situationen kann das aber unerwünscht sein: zum Beispiel bei schreckhaften Postboten oder empfindlichen Nachbarn. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, dem Hund stattdessen eine andere Begrüßung beizubringen: Anstatt zu bellen, können Hundehalter dem Tier antrainieren, sein Lieblingsspielzeug zu bringen, mit dem dann gemeinsam gespielt wird.

Der Hund will Ihre Aufmerksamkeit

Apropos spielen: Ein weiterer Grund für das Bellen des Hundes kann Langeweile sein. Vielleicht fühlt er sich gerade unterfordert – und durch das Bellen fordert er die Aufmerksamkeit der Menschen ein. Allerdings sollten Sie nicht gleich darauf eingehen – sonst lernt Ihr Hund schnell, dass Sie nach seiner Pfeife tanzen. Stattdessen sollten Sie von vorneherein darauf achten, dass Ihr Hund ausreichend Spiel und Bewegung bekommt. Und: Sie sollten den Anreiz zum gemeinsamen Spielen geben, nicht andersherum.

Einige Hunde bellen besonders viel, wenn Besuch kommt. Kein Wunder: Plötzlich müssen sie die Aufmerksamkeit mit anderen Lebewesen teilen. Wenn das Ihren Hund frustriert und er sich vernachlässigt fühlt, bringt er das durch lautes Gekläffe zum Ausdruck.

Der Hund verteidigt Sie (oder sich)

Manchmal bellt Ihr Hund vielleicht auch beim Gassigehen, wenn er andere Hunde sieht. Damit geht er in die Verteidigung und zeigt in Situationen, in denen er sich unsicher fühlt, seine Stärke.

Der Hund bellt vor Angst

In eine ähnliche Richtung geht das Bellen in Angstsituationen: Oft wird das Kläffen dann von panischem Hin- und Herlaufen begleitet. So reagieren einige Hunde zum Beispiel auf stressige Situationen wie Feuerwerk, Gewitter oder wenn sie zum Tierarzt müssen. Manchmal färbt auch die Unsicherheit ihrer Besitzer auf die Vierbeiner ab – die Tiere spüren nämlich genau, wenn sich der Zweibeiner am Ende der Leine in einer Situation bedroht fühlt. Vermutlich reagieren sie dann ebenfalls ängstlich und zeigen dies durch hysterisches Bellen.

Der Hund bellt vor Schmerzen

Ist für Hundehalter im ersten Moment nicht ersichtlich, warum der Hund bellt? Eventuell zeigt er dann, dass es ihm nicht gut geht – denn auch bei chronischen oder akuten Schmerzen reagieren Vierbeiner lautstark. Und das ist durchaus sinnvoll: So machen sie ihren Herrchen oder Frauchen deutlich, dass etwas nicht stimmt. Bellt Ihr Hund ohne offensichtlichen Grund, sollten Sie ihn deshalb lieber zum Tierarzt bringen, um ihn gründlich untersuchen zu lassen.

Der Hund ist enttäuscht

Manchmal reagieren Hunde auch ganz schön menschlich: Zum Beispiel,wenn sie sich aufs Gassigehen freuen, wenn Herrchen oder Frauchen ihre Schuhe anziehen – und dann enttäuscht sind, wenn sie doch nur einkaufen gehen. Hunde bellen dann, um dieser Enttäuschung Luft zu machen.

Egal warum Ihr Hund bellt – sein Verhalten einfach als Ungehorsam abzutun und ihn dafür zu bestrafen, ist gefährlich. Sie sollten versuchen, die Signale Ihres Hundes zu lesen. Denn nur wenn Sie die Ursache für das Bellen kennen, können Sie es beheben.