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Tovar: Stadtpräsident Hans Werner „Tovatore" hatte „den Kanal noch lange nicht voll.“ Fotos: vmnTovar: Stadtpräsident Hans Werner „Tovatore" hatte „den Kanal noch lange nicht voll.“ Fotos: vmn

„Gondoliere“ Tovar begrüßte die Kieler Karnevalisten

Kiel. „Wir ham den Kanal noch lange nicht voll!“ In blau-weißem Ringelshirt, mit Strohhut und Paddel in der Hand zieht Stadtpräsident Hans-Werner Tovar an der Seite von Ex-Werftpark-Theaterchef Norbert Aust am vergangenen Sonnabend in den Ratsaal des Kieler Rathauses ein, um als „Gondoliere Senior Chief Coach“ des umstrittenen „Kleinen Kiel-Kanals“ gut Wetter zu machen beim diesjährigen Prinzenpaar des Komitees Kieler Karneval, das gekommen war, um die Amtsgeschäfte der Kieler Verwaltung bis Aschermittwoch zu übernehmen. Doch der Stadtpräsident hatte die Rechnung ohne Prinz Jan Holger I. und seine Prinzessin Karen I. gemacht. Da half es auch nicht, dass er deren Präsidenten Klaus-Helmut Volkmann anlässlich dessen 50-jährigen Jubiläums als ehemaliger Prinz Karneval zum Ehrengondolieri ernannte. Am Ende musste Tovar den Stadtschlüssel an die Narren übergeben. Die revanchierten sich mit viel Musik und Tanz vom Musikzug der KG Eulenspiegel, der Kieler Prinzengarde der KG Poggendörper und von den Kieler Stadtsolisten, die zum ersten Mal alle Kieler Tanzmariechen in einer Tanzgarde vereinten. Wer diese karnevalistischen Highlights selbst einmal erleben möchte, hat dazu bei verschiedenen Veranstaltungen bis Aschermittwoch die Gelegenheit. Unter anderem beim Seniorenkarneval in der Kieler Sparkassen-Arena am 3. Februar um 14 Uhr, bei dem die Kieler Narren zwei Stunden lang einen Querschnitt aus ihrem bunten Programm zeigen. Der Eintritt ist frei. Bei allen Veranstaltungen sammeln die Karnevalisten wie immer Geld für einen guten Zweck. In diesem Jahr für den Verein „Trauernde Kinder in Schleswig-Holstein“, der Kindern, die einen nahen Verwandten verloren haben, hilft, ihre Trauer zu bewältigen.vmn