Wie es nach der Katastrophe weitergeht

Der Brand zerstörte zwölf Räume, unter anderem diesen Klassenraum. Foto: Heiko Lükemann

Feuer zerstörte große Teile der Gemeinschaftsschule Probstei

Schönberg. Am vergangenen Sonntag brach in der Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) ein Feuer aus. Zwölf Räume, die Aula, das Hausmeisterbüro, die Bücherei und der Technikraum sind zerstört. Eine Katastrophe für Lehrer, Eltern und Schüler. Das gesamte Gelände musste gesperrt werden. Die Brandursache ist weiterhin unklar.

„Doch wir gehen den Probsteier Weg und blicken nach vorne“, sagt Heiko Lükemann, Pressesprecher und Konrektor der GSP. Bereits seit Dienstag ist die Schule wieder unter ihrer Telefonnummer 04344/1618 erreichbar. „Der guten IT-Abteilung sei Dank“, so Lükemann. Das Sekretariat der Schule ist momentan im Obergeschoss des Förderzentrums untergebracht. Hier können nun auch die Eltern vorbeikommen, die ihre Kinder für die 5. Klasse anmelden wollen. „Wir erleben sehr viel Zuspruch. Dass die Eltern kommen, zeigt auch, dass sie uns zutrauen mit der Katastrophe professionell umzugehen“, so der Konrektor.

Der genaue Schaden durch den Brand lässt sich im Moment noch nicht beziffern. „Aber uns fehlen zwölf Räume. Sieben davon sind komplett zerstört, fünf sind durch Rauch und Wasser so beschädigt, dass sie nicht nutzbar sind“, so Lükemann. Zum Glück blieb die nahegelegene Grundschule an den Salzwiesen unberührt vom Feuer. Ein Institut für Luftforschung hat die Luftqualität vor Ort gemessen und die Räume der Grundschule freigegeben, so Lükemann. Seit Mittwoch sind bereits alle 350 Grundschüler und Grundschülerinnen wieder in der Grundschule.

In der Gemeinschaftsschule Probstei hingegen wird es noch eine ganze Weile dauern, bis dort wieder Unterricht stattfinden kann. Momentan sei eine Reinigungsfirma vor Ort, säubere Flure, das Foyer und die Räume. „Wir rechnen damit, Ende kommender Woche die Verwaltungsräume wieder nutzen zu können“, so Lükemann. Vielleicht werden sogar einige Klassenräume kommende Woche wieder freigegeben, sodass die Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht bekommen können. Besonders froh ist der Konrektor auch, dass der Distanzunterricht bereits seit Dienstag wieder läuft. Auch die Notbetreuung der Fünft- und Sechstklässler von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, konnte Mittwoch wieder in Betrieb genommen werden.

Dass sich die Schule schon wenige Tage nach einem so schweren Brand mit neuen Lösungen und einer Perspektive aufstellt, ist wirklich bemerkenswert. „Wir merken momentan, dass der Zusammenhalt in der Gemeinde einfach da ist. Wir erhalten so viel Unterstützung von der Amtsverwaltung, den Bürgermeistern aus den umliegenden Gemeinden, dem Schulverband, dem TSV Schönberg und auch dem Markant, der die Lebensmittel für die Feuerwehrleute gesponsort hat. Die Solidarität ist groß. Wir sagen ein großes Danke an alle Unterstützer und Unterstützerinnen“, sagt Lükemann. saa