Viele wollen helfen

Birte Taube vom Plöner Fachbereich Bürgerservice und Plöns Bürgermeister Lars Winter können dank der Spende von „Twietendeel“ die Einkaufshelfer des Plöner Hilfstelefons mit schicken stabilen Taschen ausstatten. Foto: Stadt Plön

Kiel. In der Corona-Krise wird auch eine Welle von Hilfsbereitschaft sichtbar: Sehr viele Menschen wollen andere unterstützen, die in Quarantäne sind oder für die es wegen ihrer gesundheitlichen Situation im Moment besonders problematisch wäre, das Haus zu verlassen. Überall im Land bilden sich nahezu täglich neue Nachbarschaftshilfen und von den Kommunen organisierte Hilfebörsen, die Betroffenen Menschen vermitteln, die für sie einkaufen, Medikamente von der Apotheke holen, mit dem Hund Gassi gehen oder auch telefonisch Kontakt halten wollen. Dies sind einige davon:

In Büdelsdorf und Rickert vermittelt die Kirchengemeinde entsprechende Hilfe. Werktags ist das Kirchenbüro von 10 bis 14 Uhr besetzt und nimmt Anfragen unter Tel. 04331/492290 oder per Mail an info@kibur.de entgegen.

In Eckernförde vermitteln mehrere Stellen Hilfe: das Familienzentrum Eckernförde unter Tel. 04351/4684527 oder per E-Mail an mail@familienzentrum-eckernfoerde.de, die Bürgerbegegnungsstätte der Awo unter Tel. 04351/3132 oder E-Mail an bbs-eckerfoerde@web.de sowie Pastor Ole Halley für die evangelischen Kirchengemeinden Eckernfördes unter Tel. 04351/739896.

Für die Landeshauptstadt Kiel hat der Kieler Ahmad Kassar über Facebook eine Welle von Hilfsbereitschaft mobilisiert. Daraus ist eine „WhatsApp“-Gruppe mit mehr als 100 Mitgliedern entstanden, aus der der 24-Jährige Hilfe vermittelt. Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte, erreicht ihn unter Tel. 0176/55227668. Der 24-Jährige fragt dann mit anonymisierten Angaben in der WhatsApp-Gruppe nach, ob jemand helfen möchte und vermittelt anschließend den Kontakt. Auch das „Nette Kieler“-Ehrenamtsbüro vermittelt unkompliziert Helfer. Wer Hilfe sucht oder bei den „Netten Kielern“ mitmachen möchte, erreicht das Ehrenamtsbüro per E-Mail unter ehrenamtsbuero@nette-kieler.de. Außerdem bieten in Kiel die 15 „Anlaufstellen Nachbarschaft“ (anna) in den Stadtteilen Unterstützung an. Unter www.kiel.de/anna gibt es dazu eine Übersicht.

Für Klausdorf bauen Sarah Lütgens und Jessica Dahlenburg von der Diakonie Altholstein derzeit eine Nachbarschaftshilfe auf. Wer mitmachen möchte, kann sich unter sarah.luetgens@diakonie-altholstein.de oder jessica.dahlenburg@diakonie-altholstein.de per E-Mail melden.

Die Stadt Lütjenburg hat für Menschen ab 60 Jahren unter der Nummer 04381/402031 ein Einkaufstelefon eingerichtet. Wer möchte, kann dort montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr eine Bestellung aufgegeben, die in der Regel noch am gleichen Tag bis 20 Uhr geliefert wird. Ehrenamtler, die helfen wollen, können sich bei Stadtreferent Stefan Leyk unter Tel. 04381/402060 oder per E-Mail an stefan.leyk@stadt-luetjenburg.de melden.

Die Stadt Plön hat das „Corona-Hilfetelefon für Nachbarschaftshilfe“ eingerichtet. Hilfewillige können sich bei Judith Meining unter Tel. 0151/18941879 oder auch per E-Mail an judit.meining@ploen.de melden. Die Inhaberin des Plöner Geschäfts „Twietendeel“, Dr. Birgit Böhnke, hat für die Helfer 25 Einkaufstaschen gespendet. 

Die Hilfe-Gruppe in Prasdorf hat mehrere Ansprechpersonen: Bürgermeister Matthias Gnauck unter Tel. 0174/9776466, Frank Grygiel unter Tel. 0170/4645521, Wehrführer Andreas Kay unter Tel. 0173/4761719, Heike Schneekloth unter Tel. 04344/1550 oder Claudius Witzki unter Tel. 0171/5575056. 

In Probsteierhagen stehen auf Initiative von Hanna Thoböll ebenfalls die Pfadfinder zum Helfen bereit. Zu erreichen sind sie unter Tel. 01525/2595537 oder 01609/2679961.

In Schönberg ist ein Pfadfinderteam um Erik Lage und Lisa-Marie Freitag für Hilfe unter Tel. 0176/75824601 zu erreichen, außerdem bietet das Schönberger Familienzentrum die Vermittlung von Hilfe an. Dort ist Katrin Taubner jeweils von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter Tel. 0171/2421232 zu erreichen, außerhalb der Zeiten per SMS.

In der Gemeinde Stoltenberg können sich Hilfsbedürftige an Bürgermeister Lutz Schlünsen, Tel. 0172/4025881, Gneomar von Natzmer, Tel. 0163/1423734, oder Caro Gisiger, Tel. 04303/9190961, wenden. kst

Bei aller Hilfsbereitschaft weist die Stadt Plön aber noch einmal darauf hin, dass gerade bei Angehörigen von Risikogruppen und Menschen in Quarantäne die Einhaltung von Hygienemaßnahmen unverzichtbar ist:

Es darf keinen direkten Kontakt zwischen Helfenden und Hilfsbedürftigen geben.

Wenn Gegenstände wie Bargeld, Einkaufstaschen oder Hundeleinen übergeben werden, müssen diese vorher mindestens mit Seifenlauge gereinigt werden.

Die Einkäufe müssen vor der geschlossenen Tür abgelegt werden. Erst wenn der Helfer zwei Meter Abstand hat, darf die Tür geöffnet werden.