Verbindung von Ost und West

Zwischen dem Restaurant Nordwind und dem Parkplatz an der Bus-Wendeschleife wird im Herbst die Mobilitätsstation Reventloubrücke errichtet. Foto: kae

Kiel. Mit dem Fahrrad zum Wasser, mit der Fähre ans andere Förde-Ufer und von dort weiter mit dem Sprottenbike oder dem Carsharing-Auto: Die Stadt Kiel setzt immer mehr auf klimafreundliche Mobilität und hat mit der Einführung von Mobilitätsstationen ein neues Element geschaffen, um verschiedene Verkehrsmittel und Mobilitäts-Angebote zu bündeln und zu kombinieren. Für die Errichtung einer solchen Mobilitätsstation an der Reventloubrücke hat der Ortsbeirat nun grünes Licht gegeben.

Bus, Fördeschiff, Fahrrad und Taxi: Diese Mobilitätsangebote sollen an der neuen Mobilitätsstation Reventloubrücke miteinander verbunden werden. Deshalb ist der geplante Standort zwischen dem Restaurant „Nordwind“ und dem dahinterliegenden Parkplatz, direkt neben der Buswendeschleife ideal. Zumal sich in direkter Nachbarschaft mehrere KVG-Haltestellen und auch ein Anleger der Fördeschifffahrt befinden. Auch die bereits an diesem Standort vorhandene „Sprottenflotte“-Station wird in die neue Mobilitätsstation integriert, berichtet Eyke Bittner von Tiefbauamt.

Für Fahrradfahrer wird es an der Mobilitätsstation Reventloubrücke zwei ganz besondere Angebote geben. Zum einen können sie ihren Drahtesel in einer überdachten doppelstöckigen Fahrradabstellanlage mit 76 Plätzen unterbringen. Zum anderen haben sie die Möglichkeit, ihr Bike gegen eine geringe Gebühr in einer witterungsgeschützten und diebstahlgesicherten Behausung mit 60 Plätzen zu verwahren. Außerdem werden an der Mobilitätsstation Reventloubrücke Fahrrad-Werkzeug und -Luftpumpen zu finden sein.

Finanziert wird die Mobilitätsstation an der Reventloubrücke ebenso wie das geplante Gegenstück auf der anderen Seite der Förde am Anleger Dietrichsdorf zum Großteil aus Mitteln des Projekts „Rückenwind für den Velocampus“, mit dem der Radverkehr zwischen West- und Ostufer mit dem Fokus auf die Anbindung der Fachhochschule Kiel gefördert wird. Die Errichtung der Station ist für Herbst 2020 geplant.

Die Mitglieder des Ortsbeirats Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook begrüßten die Pläne zur Mobilitätsstation Reventloubrücke einstimmig. Der Wegfall von vier Pkw-Stellplätzen auf dem vorhandenen Parkplatz durch die Überbauung mit der gesicherten Fahrradabstellanlage und den Stellplätzen für die Sprottenflotte erachten das Stadtteilgremium als nicht kritisch, da in diesem Bereich kein Anwohner-Parkdruck herrsche. kae