UKSH – Engagement ist ansteckend

„Wir bleiben für Euch hier. Bleibt Ihr für uns zu Hause“. Mit eindringlichen Appellen bittet das Personal am UKSH die Menschen, zu Hause zu bleiben. Foto: UKSH

Kiel. Im einzigen medizinischen Maximalversorger des Landes Schleswig-Holstein arbeiten auch die 15.000 Mitarbeiter daran, mögliche gesundheitliche Folgen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein so gut es geht im Griff zu behalten. „Wir alle erleben die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens, um die Ausbreitung des SARS-Cov-2 zu verhindern und zu verzögern. Dies trifft uns alle. Ein wichtiges Ziel ist, das gute Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. Unverzichtbar ist gerade jetzt das medizinische Personal des UKSH”, bestärkt der Vorstandsvorsitzende des UKSH, Prof. Dr. med. Jens Scholz.

Das UKSH ist mit 80 Kliniken und Instituten – trotz aller Herausforderungen – gut aufgestellt. Täglich bewertet eine Koordinierungsrunde mit Experten unter Leitung des Vorstands die Lage. Eingerichtet werden speziell ausgerüstete Corona-Stationen, intensivmedizinische Kapazitäten erhöht und auch Mangelware an persönlicher Schutzausrüstung weltweit gefunden.

Bleiben Sie zu Hause! – #StayatHome

Was jetzt jeder tun kann – und was jeder tun muss –, erklären die Ärzte, Pflegekräfte und Servicemitarbeiter des UKSH in zwei einfachen Sätzen: „Wir bleiben für Sie drin! Bleiben Sie für uns draußen!“ Dahinter verbirgt sich eine schwierige Aufgabe, für die niemand, der in einem Krankenhaus arbeitet, bei seiner Berufswahl angetreten ist. „Angesichts der Pandemie müssen wir Sie selbst und uns schützen, indem wir auf aufschiebbare Therapien verzichten und den Besuch kranker Angehöriger verbieten müssen. Not- und Härtefälle sind selbstverständlich ausgenommen. Damit wir für diese behördlichen Anordnungen eine breite Unterstützung erfahren, läuft die ,#StayatHome´-Kampagne weltweit (Übersetzung: ,Bleibt zu Hause!’). Sie appelliert an die Rücksicht, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Im UKSH werden viele schwerst Erkrankte und immungeschwächte Menschen versorgt, für die eine Infektion tödlich sein könnte. Und wer kann Sie noch versorgen, wenn sich das medizinische Personal bei Besuchern ansteckt? Wir sind es vielen schwerkranken Patienten schuldig, jetzt unseren Job im UKSH zu machen. Gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern schaffen wir das”, sagt Prof. Dr. Jens Scholz.

Freiwillige Helfer gesucht

Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge von Ärzten und Pflegekräften werden für den Ernstfall nicht reichen. Mit Blick auf die europäischen Nachbarn hat das UKSH gemeinsam mit den Universitäten Kiel und Lübeck deshalb schon jetzt mögliche Grenzen der Handlungsfähigkeit im Blick. Dem Aufruf zu helfen, wenn es ernst wird, sind in wenigen Tagen mehr als 1200 Freiwillige gefolgt: „Wir sind beeindruckt, wie viele Menschen an uns denken und den täglichen Einsatz ,an der Front’ unterstützen möchten”, sagt Prof. Dr. med. Scholz.

Gesucht wird vorrangig medizinisch qualifiziertes Personal: Ärzte, Pflegekräfte oder Service-Mitarbeiter sowie Menschen, die sich in einem Krankenhaus auskennen. Auch Helfer mit Erfahrungen in der Gastronomie oder im Hotelfach sind herzlich willkommen. Voraussetzung ist, dass keine coronavirus-typischen Symptome vorliegen und kein Kontakt zu positiv getesteten Personen bestand und besteht sowie keine Reiserückkehr in den vergangenen 14 Tagen vorliegt. Mögliche Einsatzfelder variieren je nach Qualifikation und verfügbarer Zeit. Freiwillige Helfer können sich über die Website www.uksh-helfen.de melden. 

Wer selbst nicht persönlich mit anpacken kann, aber dennoch in dieser Zeit seinen Beitrag leisten möchte, kann sich über die Website www.uksh-helfen.de auch mit einer Spende an den „UKSH Freunde- und Förderverein Gutes tun!“ wenden.

Mut machen: #UKSHelden sind nicht allein

Auf Facebook und Instagram zeigen viele Menschen jetzt ihre Solidarität. Auf der Website www.uksh-helden.de gibt es ein Bild-Overlay, dass sich jeder herunterladen oder per Klick direkt über das eigene Facebook-Profilbild legen kann. Mit dem Schriftzug „UKSHelden Danke“ kann jeder Mut machen. So erreichen die Dankesgrüße die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer hygienisch unbedenklich und sind als Foto- und Video-Beiträge oder Stories mit dem Hashtag #UKSHelden auf der Social Wall der Website öffentlich sichtbar: Vom Stationsteam über den blutspendenden Ministerpräsidenten Daniel Günther bis hin zu Bannern der Fußball-Fanclubs aus Kiel und Lübeck finden sich da schon viele tolle Beiträge.