Theodor-Heuss-Ring wieder frei

Aktuell fließt der Verkehr im Theodor-Heuss-Ring wieder auf allen Spuren. Auch die Hochstraße, der so genannte „Überflieger“, ist wieder geöffnet. Foto: Jan Köster

Kiel. Erstmals seit April dieses Jahres läuft der Verkehr auf dem Theodor-Heuss-Ring zwischen Barkauer Kreuz und Waldwiesenkreisel wieder auf allen Fahrspuren. Die Baustelle, die zur Einengung der Straße in Fahrtrichtung Eckernförde auf eine Spur geführt hatte, ist beendet. Auch die Arbeiten auf der Hochstraße von der B404 zur B76, dem sogenannten „Überflieger“ sind abgeschlossen, auch dieser ist wieder befahrbar, künftig kann es aber sein, dass Autofahrer, die von der B404 kommend über den Überflieger fahren wollen, von einer Ampel gebremst werden. Die gehört zur neu installierten „Zuflussregelungsanlage“, die sich bei viel Verkehr auf dem Theodor-Heuss-Ring selbst aktiviert, um dort Stop-and-go-Verkehr oder Staus möglichst zu vermeiden.

Mit der Baustelle hatte die Stadt Kiel versucht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Zum einen sollten am Überflieger und am Waldwiesenkreisel Sanierungsarbeiten erledigt werden, zum anderen sollte die dafür eingerichtete Sperrung einer Fahrspur in Richtung Eckernförde die Anzahl der Autos verringern, die an dem dort aufgestellten Luft-Messgerät des Landes-Umweltamtes vorbeifahren. Das sollte zusammen mit der Sperrung von Straßeneinfahrten, einer Geschwindigkeitsbegrenzung und der Umleitung von Lkw dazu beitragen, den Grenzwert für eine Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel zu bringen.

Nach Angaben der Stadt Kiel hat das funktioniert: In den ersten zehn Monaten dieses Jahres lag der Durchschnittswert am Messgerät demnach bei 35,8 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter. Jetzt, wo der Verkehr wieder zweispurig am Messgerät vorbeifließen kann, sollen Luftfilteranlagen dafür sorgen, dass der Grenzwert trotzdem eingehalten wird. Sechs solcher Anlagen hat die Stadt gekauft und im Bereich der Hausnummern 61 bis 79 am Theodor-Heuss-Ring aufgestellt.

Die neue „Zuflussregelungsanlage“ auf dem Überflieger soll ebenfalls dazu beitragen, allzu dicke Luft in diesem Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings zu vermeiden.

Wenn Kontaktschleifen in der B76 am Barkauer Kreisel melden, dass besonders viele Autos unterwegs sind, aktiviert die dazugehörige Steuerung die Ampeln am Überflieger. Die lassen dann immer nur so viele Autos von der B404 auf die B76, dass der Verkehr dort möglichst ohne Stockungen weiterfließen kann.

Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten zwischen Barkauer Kreuz und Waldwiesenkreisel übrigens noch nicht: Nach der Winterpause soll es auf der anderen Straßenseite weitergehen. Ab Februar 2021 müssen Autofahrer dann mit Beeinträchtigungen in die Gegenrichtung nach Schwentinental rechnen. kst