Sprung in die Förde

Im Moment ist er nicht da, aber im Sommer soll der Badesteg wieder eine legale Möglichkeit bieten, sich in der Kieler Förde abzukühlen. Foto: kae

Kiel. Angesichts des aktuellen Schmuddelwetters scheint das sommerliche Badevergnügen an der Kiellinie noch in weiter Ferne. Doch der Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Rück- und Ausblick auf den Badesteg am Camp 24/7 schon einmal auf die warme Jahreszeit eingestimmt.

Die gute Nachricht überbrachte Jonathan Hartmann von Kiel Marketing: Ja, die öffentliche Badestelle an der Kiellinie zwischen dem Sporthafen Reventloubrücke und dem Camp 24/7 wird es auch im Sommer 2020 wieder geben. Und es sind zur neuen Saison einige Verbesserungen geplant. „Wir haben die Wünsche und die Kritik der Bürger nach dem vergangenen Sommer aufgenommen und versuchen nun, so viele Punkte wie möglich umzusetzen“, erklärte Jonathan Hartmann.

So sind Nachbesserungen zum Beispiel im Bereich Umkleiden und sanitäre Anlagen dringend nötig. „Bisher konnten diese im Camp 24/7 mitbenutzt werden, aber dort sind wir an heißen Tagen an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen“, berichtete Hartmann. Gemeinsam mit dem Grünflächen- und dem Stadtplanungsamt sucht Kiel Marketing nun nach Lösungen. Auch des Problems der Ablage von Taschen, Rucksäcken und Handtüchern während des Schwimmens wollen Hartmann und seine Mitarbeiter sich annehmen. „Wenn die Sachen auf dem Steg liegen, werden sie durch Spritzwasser nass. Deshalb denken wir über eine Möglichkeit nach, die Sachen am Steg aufhängen zu können“, so der Kiel-Marketing-Vertreter.

Ebenfalls auf der Agenda stehen Pläne für eine Verbreiterung des Badestegs und für eine Ausweitung der Badezeiten. Letzteres hängt jedoch davon ab, ob ausreichend Rettungsschwimmer zur Sicherung der Badestelle gefunden werden. „Da sind wir momentan mit den Kieler Bädern im Gespräch“, berichtete Jonathan Hartmann.

Die Mitglieder des Ortsbeirats zeigten sich erfreut darüber, dass die öffentliche Badestelle an der Kiellinie auch im Sommer 2020 wieder öffnen wird, wünschten sich jedoch dringend den Ausbau von einem immer noch eher provisorischen zu einem festen Angebot, das dann auch einen barrierefreien Zugang hat. Außerdem machten sie noch einmal darauf aufmerksam, dass das illegale Baden von den Stegen der Rudervereine zwar weniger geworden ist, es aber immer noch zu störenden und zum Teil gefährlichen Situationen kommt, wenn der Sportbetrieb im Gange ist. „Das Baden im Hafenbecken ist generell außerhalb der Badestelle verboten. Wildbader werden weiterhin vom kommunalen Ordnungsdienst und von unseren Mitarbeitern ermahnt und wenn es nötig ist auch bestraft“, so Jonathan Hartman abschließend. kae