Schöne Ostertage auf Abstand!

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Selbst der Osterhase gibt in diesem Jahr acht, dass er andere nicht versehentlich gefährdet, wenn er seine Süßigkeiten für die kleinen und großen Naschkatzen versteckt. Ostern ist anders in diesem Jahr.

Keine großen Familientreffen mit Osterbrunch oder Kaffeenachmittagen, keine vollen Kirchen, in denen viele Menschen gemeinsam das höchste christliche Fest feiern. Menschen, die in einem Pflegeheim leben, müssen überwiegend ganz auf Besuch verzichten. Auch Osterspaziergänge im kleinen Familienkreis oder zu zweit sind nur sehr eingeschränkt möglich, denn Tagestourismus ist untersagt, in vielen sonst besonders gastfreundlichen Ausflugsorten sind die Parkplätze jetzt für Gäste gesperrt. Bis auf Weiteres werden wir alle noch besonders gut aufeinander aufpassen müssen. Nächstes Jahr können wir dann bestimmt aber wieder richtig feiern.

Doch auch für dieses Mal wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, das Team vom Kieler Express: Erleben Sie frohe Ostern – entspannt zu Hause!

Hoffnungsläuten: Innehalten und Beten am Mittag

Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche haben zu einer nordkirchenweiten Aktion aufgerufen. In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern läuten seit Ende März mittags um 12 Uhr für vier bis fünf Minuten die Kirchenglocken – als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit, aber auch als Einladung zum Innehalten und zum Gebet. Am Karsamstag, mancherorts auch „stiller Samstag“ genannt, bleiben die Glocken stumm.

„Die Glocken laden dazu ein, mitten am Tag um Trost und Kraft für uns und andere zu bitten“, sagt Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, „in einer Zeit, in der wir aus guten Gründen Abstand halten, ist es ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit, wenn wir in großer Gemeinschaft für einen Moment innehalten“.

Rechtzeitig zu den Ostertagen haben etliche Kirchen im Land ihre Gotteshäuser zudem mit Bannern versehen, auf denen unterschiedliche Hoffnungsworte zu lesen sind: „bleibt behütet“, „getrost und unverzagt“ und „Gott segne Dich“. Sie finden sich zum Beispiel über den Kirchentüren oder auch weithin sichtbar vom Kirchturm hängend.

Zusätzlich bieten viele Kirchen in der Region ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel mit live über das Internet gestreamten Gottesdiensten, Podcasts von Geistlichen oder dem virtuellen „Sing-to-Hope-Choir“ Gemeinschaft auf Abstand zu erleben. Eine Übersicht mit Links und Tipps für die Gestaltung des Osterfestes zu Hause bietet die Nordkirche unter www.nordkirche.de auf ihrer Webseite.

Junge Christen aus Nordfriesland vom Jugendpfarramt der Nordkirche haben für die Osternacht vom heutigen Sonnabend auf Sonntag regionale Osternacht-Feiern per Video-Chat organisiert. Vielleicht ist auch das eine Anregung für andere: Warum nicht ein Licht der Hoffnung anzünden und es per Videochat oder sogar per Videokonferenz mit anderen teilen?