„Neunzehnachtzehn“ kehrt zurück

Im März können die Zuschauer den Matrosenaufstand von 1918 noch einmal erleben – im Theater und quer durch die Wik. Foto: Olaf Struck

Kiel. Am Dienstag, 10. März, kehrt die Erfolgsproduktion „Neunzehnachtzehn“ zurück in den Spielplan des Theaters Kiel. Das Stück wurde in der vergangenen Saison anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Kieler Matrosenaufstands von Michael Uhl inszeniert und wird nun in einer neuen Wik-Version ohne Busse, dafür mit teilweise neuen Orten des Geschehens, wieder in den Spielplan aufgenommen.

„Neunzehnachtzehn“ ist eine theatrale Reise in eine Zeit, als Weltgeschichte von Kiel ausging. Robert Habeck, ehemaliger Minister in Schleswig-Holstein und aktuell Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat das packende Stück im Auftrag des Schauspiel Kiel gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch geschrieben. Es wird zu einer mobilen Theater-Erlebnisreise durch das revolutionäre Kiel erweitert: Nach einem Prolog im ehemaligen Marinegefängnis in der Wik geht es zu Fuß zu neuen Orten im ehemaligen Marinegelände und im Anscharpark, wobei die Zuschauer die Ereignisse entweder aus der Sicht der aufständischen Matrosen und Arbeiter oder aus der der kaisertreuen Offiziere auf verschiedene Arten erleben können. Mit der Ankunft Gustav Noskes in Kiel kehren die Zuschauer nach einer Pause zum zweiten Teil des Abends in die Maschinenhalle zurück.

Oktober 1918. Matrosen der Hochseeflotte verweigern ein erneutes Auslaufen der kaiserlichen Schiffe in den letzten Kriegstagen. Ein Großteil der Flotte wird nach Kiel verlegt, einige Anführer des Aufstandes in Arrest gebracht. Am 1. November 1918 fordern im Kieler Gewerkschaftshaus Matrosen und Arbeiter die Freilassung der Inhaftierten. Zwei Tage später gibt es dann eine Versammlung, ein Demonstrationszug zur Arrestanstalt setzt sich in Bewegung, ein Zusammenstoß mit einer Patrouille fordert Todesopfer. Die Stimmung in Kiel droht zu kippen. Aus Befehlsverweigerung wird Aufstand, aus Aufstand wird Revolution und schließlich Demokratie. 

Der erste, mobile Teil der Aufführung ist nicht barrierefrei, los geht der Theaterbesuch auf dem Gelände der ehemaligen Marinetechnikschule, Arkonastraße 1 in Kiel am großen Haupttor. Da einzelne Teile draußen und zu Fuß stattfinden, wird zu entsprechender Kleidung und festem Schuhwerk geraten. Tickets für die Vorstellungen gibt es für 25 Euro und im Vorverkauf an den Theaterkassen, unter Tel. 0431/901901 oder im Internet unter www.theater-kiel.de

Weitere Termine: 17., 24., 25. und 31. März. Vorstellungen im April und Mai sind in Planung.