Kunst quer durch die Stadt

Die Fotoarbeiten von Lisa Hoffmann sind hochverdichtet und geben ihre Details erst bei etwas genauerer Betrachtung preis. Foto: Lisa Hoffmann

In Kiel gibt es wieder spannende neue Kunst zu entdecken

Kiel. Wer aktuelle Kunst sucht, kann sie in Kiel an vielen Stellen im ganzen Stadtgebiet entdecken. Ganz im Norden auf dem Westufer, im Atelierhaus im Anscharpark, Heiligendammer Straße 15, zeigt zum Beispiel noch bis zum 30. April die Künstlerin Roswitha Steinkopf die 43 überwiegend großformatigen Acrylbilder, die im Zusammenhang mit ihrem Projekt „Yes, I have an answer“ entstanden sind: Von 2001 bis 2019 war Roswitha Steinkopf in fernen Ländern unterwegs und fragte fast 4000 Menschen nach Sinn und Bedeutung von Kunst. Die Eindrücke hat sie anschließend in Corona-Klausur im Kieler Atelier verarbeitet und sich dabei auch mit Form und Ausdruck von Ornamenten auseinandersetzt. Erinnerungen an Gärten klingen an, Assoziationen an Vegetation, Wasser, Wind. Eintritt frei, geöffnet ist (soweit möglich) Fr und Sa 15-18 Uhr sowie So 12-18 Uhr. Aktuelles unter https://atelierhaus-im-anscharpark.de/

Fast im Kieler Stadtzentrum, im „Kunstraum B“ in der Wilhelminenstraße 35, zeigt die Kieler Kunst- und Philosophiestudentin Sanna Maier noch bis zum 28. April ihre Ausstellung „COEXPERIENCE“: Mit Hilfe verschiedener Medien, unter anderem Fotos und Installationen, geht sie der Frage nach, wie die Dinge und Menschen in unserer Umwelt und wir selbst uns gegenseitig beeinflussen und verändern, wenn wir etwas oder jemanden berühren – so wird die Welt zu einem Reaktionsgeflecht. Zu sehen ist die Ausstellung durch die großen Fenster des Kunstraums B rund um die Uhr. Aktuelles unter www.kunstraum-b.de

Und auf der Ostseite der Förde, in der Galerie „ONSpace K34“ in der Iltisstraße 10 in Kiel-Gaarden, zeigt die Fotokünstlerin Lisa Hoffmann noch bis zum 23. Mai Arbeiten aus ihrer Reihe „Atlas der Essenz“, die sich mit Konflikten, aber auch Umwelt- und Naturkatastrophen auseinandersetzt. Ihre Montagen aus mehreren Hundert sich überlagernden Fotos muss man einen Moment wirken lassen, damit sie wirklich offenbaren, was sie zeigen: nicht nur verschiedenste Perspektiven, von Fotografen bis hin zu direkt Betroffenen, sondern auch Chaos und Lücken, elementare Bestandteile der Ereignisse und deren Zeugenschaft. Lisa Hoffmann ist für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Geöffnet (soweit möglich) Di-Do und So 15-18 Uhr. Die Künstlerin ist in der Ausstellung am: 11. und 22. April sowie am 9. und 23. Mai, jeweils 15-18 Uhr. Nach aktuellem Stand können jeweils bis zu fünf Besucher dabei sein. Aktuelles unter https://k34.org/locations/onspace kst