Keine große Bühne für die Kieler Woche

Auch wenn die Party ausfällt: Eine Kieler Woche mit Segelwettkämpfen wird es auch in diesem Jahr geben. foto: Uwe Paesler

Corona verhindert erneut das Volksfest zum Segelevent

KIEL. Es sollte in diesem Jahr eine Kieler Woche nah am Original werden. Doch daraus wird nichts. Die 7-Tage-Inzidenz steigt. Wie es im Herbst aussehen wird, vermag heute keiner zu sagen. Stand heute müsste sich der Zugang zu den Veranstaltungen der KiWo auf Geimpfte, Getestete und Genesene beschränken. Maskenpflicht, Einzäunungen und Kontrollen wären die Folgen. Und das Risiko, dass das Fest zum Pandemietreiber wird, bleibt dennoch. Wer hat dazu schon Lust? Das sieht auch die Stadt Kiel so und hat dem Volksfest jetzt für die meisten Programmpunkte eine Absage erteilt.  „Wir hatten uns auf eine Kieler Woche mit mehr Leichtigkeit und mehr Spontaneität als im vergangenen Jahr gefreut. Der Impffortschritt und die niedrigen Inzidenzen schienen das auch möglich zu machen, aber durch die Entwicklung der letzten Wochen sind die Risiken für eine Kieler Woche mit Millionenpublikum einfach zu groß geworden.“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer am Donnerstag. „Windjammerparade, ein Feuerwerk mit neuen Ideen, Segeln und auch dezentrale Stadtteilfeste werden auf jeden Fall stattfinden können. Aber für die Eventflächen und Märkte wäre eine kurzfristige Absage aufgrund einer angespannten Infektionslage mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko für alle Partnerinnen und Partner verbunden. Deshalb haben wir uns erneut für eine an die Pandemie-Situation angepasste Kieler Woche entschieden.“

Die Kieler Woche, die in diesem Jahr vom 4. bis 12. September stattfinden wird, verzichtet auf große Bühnen, ausgedehnte Flanierbereiche, Märkte und frei zugängliche Angebote. Stattfinden wird das, was sich unter Pandemie-Bedingungen bereits im vergangenen Jahr bewährt hat, unter anderem der Segelsport, die Windjammer-Segelparade und das Segelkino.

„Die Gesundheit und der Schutz aller Gäste, Beschäftigten, Partnern und Partnerinnen und der Kieler und Kielerinnen steht immer an erster Stelle. Daher ist diese Entscheidung zwar eine sehr traurige Nachricht, aber die aus jetziger Sicht einzig vernünftige“, sagte der Leiter des Kieler-Woche-Referats, Philipp Dornberger: „Wir werden uns jetzt auf die Elemente konzentrieren, die wir für einschätzbar halten.“

Dazu gehört zum Beispiel die Windjammer-Segelparade am letzten Sonnabend der Kieler Woche (11. September), an der Groß- und Traditionssegler, historische Dampfschiffe sowie private Segelyachten teilnehmen. Neben den Traditionsschiffen wird es wie im vergangenen Jahr auch privaten Seglern ermöglicht, aktiv ein Teil der Veranstaltung  zu werden. Ein Revival erleben die Kieler-Woche-Feuerwerke, für die die Organisatoren eine besondere Überraschung versprechen.