Impressionen und Transformationen

Auch Kenichiro Taniguchis "City Study for Kiel, study model 2020" ist in der Ausstellung "Linking Transformations in der Stadtgalerie Kiel zu sehen. Foto: Daisuke Iwamoto

Neue Ausstellungen im Warleberger Hof und in der Kieler Stadtgalerie

Kiel. Wer möchte, kann sich aktuell in städtischen Kieler Ausstellungsräumen ein künstlerisches Kontrastprogramm zwischen alt und neu gönnen: Impressionismus um 1900 im Stadtmuseum Warleberger Hof, Dänische Straße 19, und eine Gegenüberstellung deutscher und japanischer Gegenwartskunst in der Kieler Stadtgalerie, Andreas-Gayk-Straße 31.

Noch bis zum 29. November läuft in der Stadtgalerie die Ausstellung „Linking Transformations“ – sie stellt abstrakte Werke der Künstlerinnen Janine Gerber aus Lübeck und Constanze Vogt aus Kiel Werken der japanischen Künstler Nobuyuki Osaki, Ken’ichiro Taniguchi, Aiko Tezuka und Rikuo Ueda gegenüber. Und es zeigt sich: Trotz kulturell bedingter Eigenheiten der Herkunftsländer gibt es in den raumgreifenden Installationen aus Schleswig-Holstein und dem fernen asiatischen Osten auch Parallelen und feine Ähnlichkeiten, die die Besucher der Ausstellung entdecken können.

Ganz anders „Malerei in Kiel um 1900 unter dem Einfluss des Impressionismus“: Aus Beständen des Kieler Stadtmuseums und der Landesbibliothek haben die Kuratorinnen Katrin Seiler-Kroll und Doris Tillmann 60 Bilder zusammengestellt, die zeigen, wie norddeutsche Künstler wie die Kieler Hans Olde, Fritz Stoltenberg und Friedrich Mißfeldt die Techniken des aus Frankreich stammenden Impressionismus einsetzten, um Boote im Gegenlicht auf der Ostsee und Kieler Förde, Industrie, sonnige Landschaften oder auch eher trübes norddeutsches Schmuddelwetter darzustellen. Vor allem Hans Olde, der in Paris die Techniken des Impressionismus erlernte und 1882 nach Schleswig-Holstein zurückkehrte, trug wesentlich dazu bei, den neuen, oft spontan in der freien Natur arbeitenden Kunststil in Norddeutschland zu verbreiten.

Jeweils am Sonntag bietet der Warleberger Hof um 15.30 Uhr und 16.30 Uhr kostenlose Kurzführungen an. Eine Anmeldung unter Tel. 0431/9013425 ist notwendig. Öffnungszeiten im Stadtmuseum Warleberger Hof: Di-So 10-18 Uhr. Öffnungszeiten der Stadtgalerie: Di, Mi, Fr 10-17 Uhr, Do 10-19 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr. Führungen jeweils am Donnerstag um 17 Uhr, Anmeldung für Gruppen unter Tel. 0431/9013411.

Der Eintritt für beide Ausstellungen ist frei.