Hörn-Bebauung geht weiter

Platz für Neues: Die Schwimmhalle Gaarden wird zurzeit abgerissen. Foto kst

Wohnungen und Gewerbefläche: Neue Pläne für Baufelder am Germaniahafen

Kiel. Jetzt schließen sich nach und nach die Baulücken an der Hörn, der Spitze der Kieler Förde: Auch die restlichen Areale direkt am Germaniahafen sollen bald bebaut werden. Die Baum Unternehmensgruppe aus Hannover hat die Hörn-Baufelder 2 bis 4 gekauft und will am Germaniahafen gemeinsam mit der Meravis Immobiliengruppe (Hannover/Hamburg) einen mehrere Gebäude umfassenden Komplex mit 200 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe bauen.

Auf einer Fläche von mehr als 11.000 Quadratmetern sollen rund 50.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sowie eine Tiefgarage realisiert werden. Diese Größe des Vorhabens ist vergleichbar mit den beiden großen Wohnungsbauvorhaben an der Hörn nördlich und südlich der Halle 400. Baubeginn soll 2022 sein.

Das neue Bauprojekt wird am Kopf des Germaniahafens auch zum Eingangstor nach Gaarden. Dort soll die seit 2002 unvollendete Gaardener Brücke ihr Endstück bis an den Platz am Germaniahafen erhalten. Hierzu will der neue Grundstückseigentümer die nötige Fläche an die Landeshauptstadt Kiel verkaufen.

Stadträtin Doris Grondke ist erfreut über diese Entwicklung an der Hörn: „Auf diese gute Nachricht haben wir im Rathaus wirklich lange gewartet. Endlich bekommt auch das Südufer des Germaniahafens ein Gesicht. Nach fast 20 Jahren Stillstand an dieser Stelle wird die Hörn-Bebauung komplettiert, und darüber hinaus wird die Verbindung nach Gaarden vollendet – der lang ersehnte Brückenschlag zwischen Ost und West.“

Grondke freut sich, dass die intensiven, aber stets guten Gespräche, die von der Stadt begleitet wurden, ein für Kiel so gutes Ende gefunden haben. „Die beiden Unternehmen aus Hannover“, so Doris Grondke, „haben viel Erfahrung mit großen Projekten. Das wird sich an der Hörn auszahlen.“

Kiels Dezernentin für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt weiß, dass mit diesem großen Neubauprojekt der Unternehmen Baum und Meravis sowie mit der Fertigstellung der Gaardener Brücke und der geplanten Wohnbebauung auf dem heutigen Posthof jetzt eine ganz neue Dynamik an der Hörn und in Gaarden entsteht. Am anderen Ende der Gaardener Brücke wird die Stadt zudem eine Grundschule bauen, wo zurzeit noch die frühere Gaardener Schwimmhalle abgerissen wird. Grondke: „Die Hörn wird nicht nur an der Wasserkante aufgewertet – auch dieser Übergangsbereich an der Werftstraße kommt zukünftig richtig zur Geltung.“

Zunächst sind aber unter anderem noch Gutachterverfahren zu Architektur, Städtebau und Freiraumplanung und die Fortschreibung der Sanierungsrahmenplanung erforderlich. Die Stadt wird den Weiterbau der Gaardener Brücke vorbereiten.