Heikendorfer Katholiken ziehen um

Ende Februar 2021 feierte die katholische Gemeinde Heikendorf ihren letzten Gottesdienst in der eigenen Kirche "Stella Maris" danach zog die Gemeinde um in die evangelische Kirche vor Ort. Foto: Klaus Byner

Gemeinde Stella Maris zieht bei evangelischer Kirchengemeinde mit ein

Heikendorf. Nach 56 Jahren wird Ende Februar der letzte Gottesdienst in der katholischen Kirche Stella Maris in Heikendorf gefeiert. „Das ist ein sehr schmerzlicher, aber leider unumgänglicher Schritt“, sagt der katholische Pfarrer, Propst Dr. Thomas Benner. „Die finanzielle Lage der Pfarrei und ihre geringen personellen Kapazitäten, aber auch die demografische Entwicklung vor Ort machen diesen Schritt notwendig“, begründet der Pfarrer die Entscheidung.

Im Mai 1964 wurde die Kirche Stella Maris im Laboer Weg 22 geweiht. Für viele der rund 1000 Gemeindemitglieder war das Gotteshaus mehr als nur ein Gebäude. „Viele verbinden mit Stella Maris schöne Erinnerungen an die Hochzeit, die Taufe der Kinder, Gemeindefeste und anderes mehr. Diese Erinnerungen bleiben für immer wertvoll und ein Teil Ihrer Lebensgeschichte“, schreibt Pfarrer Benner in einem Brief an alle Gemeindemitglieder.

Am Sonnabend nach Aschermittwoch, 20. Februar, wird um 17 Uhr der letzte Gottesdienst gefeiert. Die Feier beginnt in Stella Maris im Beisein der evangelischen Gemeinde und wird nach einer Prozession durch den Ort in der ev.-luth. Kirche fortgesetzt. Pastor Joachim Thieme-Hachmann erwartet die katholischen Glaubensgeschwister bereits mit Vorfreude: „Wir heißen sie in unseren Räumen herzlich willkommen, und sind aufgrund der guten Erfahrungen, die uns in der ökumenischen Zusammenarbeit seit Langem verbinden, zuversichtlich, dass unsere Kirche ihnen zu einem neuen Zuhause werden kann“, so der Pastor.

Propst Dr. Thomas Benner hofft darauf, dass die ortsnahe Lösung und der Wille, als Gemeinde zusammenzubleiben helfen werden, die Veränderungen mitzutragen. „So kann der Abschied schließlich ein Aufbruch in eine neue Zeit werden. Kommen Sie und beten Sie weiter mit uns bei unseren evangelischen Brüdern und Schwestern!“

Am Aschermittwoch, 17. Februar, um 17 Uhr eröffnet noch einmal der Aschermittwochsgottesdienst in der Kirche Stella Maris die Fastenzeit. Am Sonnabend beginnt dann um 17 Uhr der letzte ökumenische Gottesdienst in Stella Maris mit Umzug in die ev.-luth. Kirche. Ab 27. Februar ist dann jeweils ab 18 Uhr die Wort-Gottes-Feier – Heilige Messe und Wort-Gottes-Feier künftig im wöchentlichen Wechsel zu dieser Zeit – in der ev.-luth. Kirche.

Für Karfreitag, 2. April, laden beide Gemeinden ab 9.30 Uhr zum ökumenischen Kreuztragen ein.