Gedenken an die Reichspogromnacht

Rund um den 9. November gibt es allein in Kiel eine Reihe von Veranstaltungen

KIEL. Unter dem Titel „Erinnerung und Zukunft“ bieten eine Reihe von Vereinen und Verbänden wie die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Schleswig-Holstein oder der Verein Mahnmal Kilian und die Stadt Kiel rund um den 9. November Veranstaltungen an, um an die Reichspogromnacht zu erinnern: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten in Deutschland und Österreich zentral gesteuerte Schlägertrupps, zu denen neben der SA unter anderem auch Polizisten und Feuerwehrleute gehörten, sowie nicht organisierte Anhänger der Nationalsozialisten jüdische Geschäfte, Einrichtungen und Synagogen. Sehr viele jüdische Menschen wurden dabei verhaftet, misshandelt oder sogar getötet. Die Reihe der Gedenkveranstaltungen beginnt am morgigen Sonntag, 7. November, mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst ab 10 Uhr in der Citykirche St. Ansgar, Ecke Holtenauer Straße und Waitzstraße in Kiel. Am Montag, 8. November, läuft ab 17 Uhr die Stolperstein-Aktion „Unser Stadtteil leuchtet“ mit Mahnwachen an den Stolpersteinen in der Holtenauer Straße und einer Gedenkveranstaltung ab 18 Uhr an der St. Ansgar-Kirche. Ebenfalls am Montag, 8. November, und drei weiteren Terminen läuft jeweils ab 19 Uhr die szenische Lesung „Adressat unbekannt“ im Flandernbunker, Kiellinie 249. Anmeldung unter Tel. 0431/2606309. Die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Kiel beginnt am Dienstag, 9. November, 11.30 Uhr, am Mahnmal der ehemaligen Synagoge an der Ecke Goethestraße und Humboldtstraße. Am selben Tag um 12.30 Uhr startet an der Bushaltestelle „Kunsthochschule“ im Knooper Weg die Stadtführung „Kiel im Nationalsozialismus“ mit Eckart Colmorgen. Ebenfalls am Dienstag, 9. November, gibt es ab 18 Uhr eine Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Landtages, Düsternbrooker Weg 70, mit Eröffnung der Ausstellung „Shared History – 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum. Am Mittwoch, 10. November, folgt dann die Ausstellungseröffnung mit Vortrag von „Aschkenas – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Die Ausstellung ist anschließend bis 29. November jeweils Mo-Fr, 10-18 Uhr, geöffnet. Am Donnerstag, 11. November, ab 17 Uhr, beschließt das Konzert  „Von Leid und Lust und Lobgesang“ mit Klavierwerken jüdischer Komponisten die Reihe bei der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region in der Wikingerstraße 6.

Das gesamte Programm auch unter www.gcjz-sh.de