Ein bunter Mix für den Start

Auf der Suche nach dem kleinen Glück im Leben kommt Rune F. Lindgren, gespielt vom Theaterdirektor Markus Dentler höchstpersönlich, ins Plaudern. Foto: Theater Die Komödianten

Warum sich ein Besuch beim Theater Die Komödianten im Januar lohnt

Kiel. Mit Kabarett, Musik und einem echten Kult-Stück startet das Theater Die Komödianten ins neue Jahr.

Jeweils am Freitag und Sonnabend, 10./11. , 17./18. und 24./25. Januar, heißt es ab 20 Uhr in Sürtike’s Caféhauskabarett: „Kollege kommt gleich!“ Roman Sürtike’s Caféhaus ist die irreal reale Welt der Oberkellner und Tortenesser, ein einmaliger Ort mit einem unglaublichen Kellner, von dem die Gäste bedient sind, weil er sie nicht bedient. An der Garderobe empfängt sie der Kasper, während bereits am Nebentisch ein echter Frauen-Experte sein „bleiern Date“ empfängt. Felix Weltrang kämpft sich als Handy-bewaffneter Kotzbrocken in die Herzen der Zuschauer, ein beziehunsgebeuteltes Studentenpärchen redet sich in Grund und Boden – und das süße Schätzchen Sandy, das Mutti’s „Bitte“ ignoriert und extra in die Tassen der anderen Gäste langt. Kurz, der Abend ist eine Melange des alltäglichen Caféhaus-Wahnsinns. Karten: 22/erm. 12 Euro.

Am Sonntag, 12. Januar, ist Hans Scheibner, das Urgestein des deutschen Kabaretts, ab 19 Uhr zu Gast bei den Komödianten. Sein Programm „Auf ein neues 2020“ ist wie eine Fahrt bei Nacht ohne Scheinwerfer im Tunnel. Allerdings: Wer Donald Trump zu seinen Freunden zählen muss und wer sich nicht vor zu viel Hitze fürchtet, der kann ja nach dem Morgenstern Motto leben: „Was nicht sein kann, das darf auch nicht sein!“. Karten: 25 Euro.

Ab 26. Januar gibt es jeweils am vierten Sonntag im Monat ab 17 Uhr Jazz, Blues oder Swing vom Feinsten im Theater Die Komödianten. Den Anfang macht am Sonntag, 26. Januar, „ChrisB“. Er spielt eigene Stücke, die vom Blues inspiriert sind. Anleihen aus Jazz, Boogie Woogie und Soul erzeugen einen spannenden Genremix, der sich gewaschen hat: Kraftvoller Gesang, swingender Groove, treibendes Boogie Klavier. Am 23. Februar stehen Triple Play auf der Bühne: Arvid Maltzahn an der Posaune, Volker Linde an der Gitarre und am Bass Harry Kretzschmar. Das Trio steht für delikaten und niveauvollen Jazz im Kammermusikformat – sozusagen „Pocket Jazz“. Und am 22. März ist „Der Blum“ zu Gast: Das sind verschrobene deutsche Texte in verwirrender Besetzung mit Bass und Gesang von Jörg Holdinghausen und Saxophon von Benno Schmitz. Karten: 12 /erm. 8 Euro.

Ein Kultstück und ein dringender Tipp für alle, die es noch nicht gesehen haben, ist „Bagger“ mit Theaterdirektor Markus Dentler. In diesem großartigen Solo von Henning Mankell spielt er unter der Regie von Christoph Munk den Schweden Rune F. Lindgren, der am Tresen in einer Bar ins Plaudern kommt. Er wartet auf die „heißeste Lady, die du dir vorstellen kannst“. Eigentlich könnte das ein sympathischer Kerl sein: Er war verheiratet, hat Kinder, ist selbständig und immer auf der Suche nach dem kleinen Glück im Leben. Doch irgendwas läuft meistens schief. Dieser Mann ist ein echter Draufgänger, ein wahrer Philosoph. Er kennt sich aus mit Fußball und Politik und natürlich bei den Frauen. 49 Prozent eines Baggers gehören ihm, darauf ist er stolz, wenn nur sein Kompagnon nicht wäre, mit seinem Rest. Rune F. Lindgren hat auf alles eine Antwort und Lösungen für jedes Problem, bis hin zur Abschaffung der Steuern. Das ist natürlich witzig. Mit diesem Stück hat Markus Dentler schon zahlreiche Auszeichnungen auf internationalen Festivals erhalten. Zu sehen ist „Bagger“ am Freitag und Sonnabend, 31. Januar / 1. Februar, 7./8. Februar und 14./15. Februar jeweils ab 20 Uhr. Karten 22 /erm. 12 Euro.

Theater Die Komödianten, Wilhelminenstraße 43, Kiel. Karten für alle Veranstaltungen gibt es unter Tel. 0431/553401, im Internet unter www.komoedianten.com sowie bei Konzertkasse Streiber und an der Abendkasse. Weitere Informationen: www.komoediantentheater.de